Nach Blümel-Razzia: Pinke verteilen "türkises" Kebab

Neos-Kandidatin Dolores Bakos wagte sich im "Türkis" am Stephansplatz an den Dönerspieß.
Neos-Kandidatin Dolores Bakos wagte sich im "Türkis" am Stephansplatz an den Dönerspieß.Neos Wien
"Mit alles bitte": Nach der Kebabstand-Razzia der Finanzpolizei, lud Neos-Jugendkandidatin Dolores Bakos jetzt zum Gratis-Essen ein.

Mit pinker Jacke und Mundschutz steht Bakos von den Junos in einem Imbissstand am Stephansplatz, deren Namen ausgerechnet die Parteifarbe der ÖVP ist. Im "Türkis" wagte sie sich an den Dönerspieß – schneiden kann sie laut eigenen Angaben nicht so gut, "sich gegen Diskriminierung einsetzen dafür umso mehr". Anlass für die Aktion: Den Junos schmeckte die Kebabstand-Razzia von Finanzminister und Wiener ÖVP-Spitzenkandidat Gernot Blümel (ÖVP) überhaupt nicht.

Mitte September kontrollierte die Finanzpolizei 76 Kebab-Stände.
Mitte September kontrollierte die Finanzpolizei 76 Kebab-Stände.Finanzpolizei

Wie berichtet, nahmen sich die Beamten bei der Aktion "scharf" 76 Buden vor. Die Bilanz schlug manchen auf den Magen: 69 massive Verstöße gegen die Arbeitszeitaufzeichnungen, 27 Verstöße gegen die Registrierkassen- sowie 18 gegen die Belegerteilungspflicht wurden aufgedeckt. Weiters wurden 22 Fälle von Meldeverstößen zur Sozialversicherung, fünf Verstöße gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz, ein Verstoß gegen das Arbeitslosenversicherungsgesetz und eine Übertretung der Gewerbeordnung festgestellt.

Genauso wie der pinke Spitzenkandidat Christoph Wiederkehr, sprechen die Junos von einer "diskriminierenden Aktion". Bakos will wissen: "Wenn es wirklich Probleme mit Imbissbuden gäbe – warum wurden keine Würstelstände kontrolliert, sondern nur Kebabstände?" Außerdem wollte Bakos ein Zeichen setzen, "dass Wien von der vielfältigen Küche und Kultur profitiert und nicht gegen sie hetzen sollte".

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