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Nach Bomben: Thai-Polizei nimmt erste Verdächtige fest

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:21

Elf Explosionen in fünf thailändischen Städten innerhalb von 24 Stunden: Laut Thai-Behörden dürften die Anschläge koordiniert gewesen sein. Es handle sich allerdings nicht um terroristische Akte, sondern um "Sabotage". Vier Menschen starben, 34 wurden verletzt. Am Freitag verhaftete die Polizei zwei Verdächtige.

Elf Explosionen in fünf thailändischen Städten innerhalb von 24 Stunden: Laut Thai-Behörden dürften die Anschläge koordiniert gewesen sein. Es handle sich allerdings nicht um terroristische Akte, sondern um "Sabotage". Vier Menschen starben, 34 wurden verletzt. Am Freitag verhaftete die Polizei zwei Verdächtige. 

Seit dem Putsch im Jahr 2014 wurden die Sicherheitsvorkehrungen in Thailand verschärft. Trotzdem gingen innerhalb eines Tages elf Bomben in fünf Städten hoch. Thai-Behörden geben zu, dass die Anschläge alle nach ähnlichem Schema abliefen. Sie dürften miteinander zu tun haben. Auch Experte Michael Winzer vom Thailand-Büro der Konrad Adenauer Stiftung sieht im "Spiegel" einen Zusammenhang. 

Polizei wusste, dass "örtliche Sabotage" bevorsteht

Thailands oberster Polizist, Jaktip Chaijinda gab zu, dass die Polizei schon vor den Explosionen Hinweise auf bevorstehende Anschläge hatte. Trotzdem wird ausgeschlossen, dass es sich um muslimische Rebellen handeln könnte. Stattdessen reden die Behörden von "örtlicher Sabotage". Die Explosionen haben laut offiziellen Angaben nichts mit den Unruhen in den südlichen Provinzen zu tun, in denen größtenteils Muslime leben
Zwei Männer verhaftet 

Am Freitag vermeldete die Thai-Polizei, dass zwei Männer verhaftet wurden. Die beiden Verdächtigen sollen befragt werden. Nähere Angaben wurde noch nicht gemacht. 

Elf Bomben, vier Tote, 34 Verletzte


In Huahin explodierten zwei Bomben, versteckt in Blumentöpfen am Donnerstag, zwei am Freitag. Zwei Personen starben, unter den über 20 Verletzten sind eine leicht verletzte Touristin aus Österreich, drei aus Deutschland, eine aus Italien und vier aus den Niederlanden.
In Trang riss eine Bombe in der Nähe des Hauses des Polizeichefs einen Mann in den Tod, sechs weitere wurden verletzt.
In Phuket explodierten zwei Bomben, eine davon in der Nähe des beliebten Patong-Strandes.
In Surat Thani explodierten zwei Bomben, eine Person starb
In Südthailand, in Phang Nga gingen zwei weitere Bomben in die Luft, eine dürfte in einem Blumenbeet versteckt gewesen sein. 


Außenministerium: Warnung in einzelnen Gebieten

Das österreichische Außenministerium, das auch in Kontakt mit der verletzten Österreicherin steht, warnt Thailand-Touristen. Hohes Sicherheitsrisiko wurde allerdings nicht für das ganze Land, sondern nur für die Provinzen Narathiwat, Yala, Pattani und Songhkla sowie Preah Vihear und Umgebung ausgegeben. 
Gratis Storno oder Umbuchen bis Montag möglich

Erste Reiseunternehmen bieten bereits an, gebuchte Thailand-Reisen kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. Wie die "Tagesschau" berichtet, sind TUI, Thomas Cook und DER Touristik bis Montag (15. August) zu Kulanzlösungen bereit.

 

Pieces of a telephone found at
— Edwin Wiek (@EdwinWiek)

 

Bombs in
— Edwin Wiek (@EdwinWiek)

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