Nach Brexit: Hier liegt das neue Zentrum der EU

Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem Brexit-Votum ist Großbritannien aus der EU ausgetreten. Ein Acker bei Würzburg ist damit ins Zentrum der Staatengemeinschaft gerückt.

Nur 80 Bewohner hat das kleine Dorf Gadheim wenige Kilometer nördlich von Würzburg (Bayern) und doch ist es am 1. Februar ins Zentrum der EU gerückt – zumindest geografisch.

Durch den Austritt Großbritanniens aus der Staatengemeinschaft hat sich auch die errechnete geographische Mitte der Europäischen Union weiter nach Osten verschoben.

Dieser liegt nun bei 9 Grad, 54 Minuten, 7 Sekunden östlicher Länge und 49 Grad, 50 Minuten, 35 Sekunden nördlicher Breite auf einem Acker im bayerischen Gadheim.

Das Ereignis wurde Freitagnacht mit Pauken und Trompeten gefeiert. Rund 300 Menschen hätten sich eingefunden, "um den Austritt Großbritanniens zu betrauern", so der Veitshöchheimer Bürgermeister Jürgen Götz (CSU) zur Deutschen Presse-Agentur.

Seither wehen mitten auf dem Feld stolz drei Fahnen, die der nahen Gemeinde Veitshöchheim, die der EU und die deutsche Bundesflagge. Nun möchte man die neue Berühmtheit auch touristisch nutzen.

Weitsicht

Immerhin hatte die findige Gemeinde sich schon vor mehr als zwei Jahren auf dieses Ereignis vorbereitet. Damals wurde bereits an der exakten Stelle ein Schild mit der Aufschrift "Zukünftiger Mittelpunkt der EU" aufgestellt. Dieses musste am Freitag nur noch ausgewechselt werden.

Der Mittelpunkt der EU wird vom Nationalen Geografischen Institut Frankreichs (IGN) berechnet. Er lag auch davor schon in Deutschland, genauer gesagt in der Ortschaft Westerngrund im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg, etwa 75 Kilometer nordwestlich der neuen Mitte.

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