Welt

Nach Crash: Auch Trainer des Piloten neu im Job

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:51

Bei dem folgenschweren Flugzeugcrash in San Francisco war nicht nur der Pilot auf einem seiner ersten Einsätze auf einer Boeing 777 - auch sein Ausbilder war neu im Job. Lee Jung Min habe erst im vergangenen Monat sein Trainerdiplom erhalten und der Flug nach San Francisco sei sein erster Einsatz als Ausbilder gewesen. Weiters wurde bekannt, dass die beiden toten chinesischen Mädchen in ein Sommercamp unterwegs waren.

war nicht nur der Pilot auf einem seiner ersten Einsätze auf einer Boeing 777 - auch sein Ausbilder war neu im Job. Lee Jung Min habe erst im vergangenen Monat sein Trainerdiplom erhalten und der Flug nach San Francisco sei sein erster Einsatz als Ausbilder gewesen. Weiters wurde bekannt, dass die beiden toten chinesischen Mädchen in ein Sommercamp unterwegs waren.

"Das ist nichts unnormales. Jeder Ausbilder hat irgendwann seinen ersten Tag als Trainer", sagte am Dienstag eine Sprecherin der südkoreanischen Fluggesellschaft Asiana in Seoul. Als Pilot habe Lee schon mehr als 3.000 Flugstunden mit einer Boeing 777 gehabt. Er sollte bei dem Unglücksflug dem Piloten zur Seite stehen, der selbst mit diesem Flugzeugtyp erst 43 Flugstunden absolviert hatte. Allerdings hat der 46-Jährige nach Airline-Angaben insgesamt auf anderen Maschinen schon mehr als 9.000 Flugstunden absolviert.

Crew muss sich Verhör stellen

Bei der Suche nach der Unglücks-Ursache rückt die Crew zunehmend in den Mittelpunkt. Die Auswertung der Flugschreiberdaten hat ergeben, dass die Boeing 777 beim Landeanflug viel zu langsam war. Technische Defekte an der Maschine wurden bisher nicht entdeckt. Die Crew wird deshalb am Dienstag (Ortszeit) eingehend zum Unfall befragt werden.

Retter als "Helden" gefeiert

Unterdessen wurden die Retter von Feuerwehr und Polizei als "Helden" gefeiert. Trotz einer großen Menge auslaufenden Treibstoffes sei sie zur Rettung von Passagieren in den brennenden Rumpf geklettert, sagte Feuerwehrfrau Chrissie Emmons vor Reportern. Sie beschrieb eine hektische Suche nach eingeklemmten Fluggästen im zerstörten Heck der Maschine. "Wir hatten Glück, dass wir alle rausholen konnten".

Mädchen wollten in Sommercamp

Trotzdem wurde eines der beiden toten chinesischen Mädchen von einem Rettungswagen überfahren und hätte leben können. Die Leichen der beiden Mädchen wurden außerhalb der Maschine auf der Landebahn gefunden. Die sei eine "sehr ernste" Angelegenheit, sagte die Polizei. Die Gerichtsmediziner hätten ihre Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, die Todesursache bleibe zunächst unklar. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass der Vorfall untersucht werde.

Die Mädchen waren auf dem Weg zu einen mehrwöchigen Sommer-Camp in Kalifornien und saßen im hinteren Teil des Flugzeugs, wo Passagiere die schwersten Verletzungen erlitten.

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