Für Christian Pulisic ist die Weltmeisterschaft mit einem doppelten Rückschlag zu Ende gegangen. Nach dem klaren 1:4 der USA im Achtelfinale gegen Belgien muss der Offensivspieler nun auch eine mehrwöchige Verletzungspause einlegen. Eine offizielle Bestätigung des US-Verbandes steht noch aus.
Der 27-Jährige erlitt eine Knochenprellung sowie eine Mikrofraktur an Schien- und Wadenbein. Die Verletzung zog sich Pulisic in der 52. Minute zu, als er bei einem Abschlussversuch mit Belgien-Kapitän Youri Tielemans zusammenprallte.
Zunächst biss der Milan-Profi noch auf die Zähne und spielte weiter, war jedoch deutlich angeschlagen. Sieben Minuten später war Schluss – Pulisic musste ausgewechselt werden. Hoffnung gibt es dennoch: Berichten zufolge könnte er rechtzeitig vor dem Saisonstart der Serie A mit der AC Milan Ende August wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.
Auch sportlich verlief das Turnier für den früheren Dortmunder enttäuschend. Gegen Belgien leistete er sich zahlreiche Ballverluste, insgesamt blieb er bei der WM ohne Tor und kam lediglich auf einen Assist. Nach dem Aus sprach der Offensivspieler selbstkritisch von einer verdienten Niederlage: Die USA seien "einfach nicht gut genug" gewesen.
Nach dem Turnier wurde zudem die Kritik an Pulisic lauter. Ex-US-Teamspieler Landon Donovan zeigte sich im Podcast "Unfiltered Soccer" enttäuscht und berichtete von wachsendem Unmut im Umfeld des Nationalteams. Seiner Einschätzung nach seien viele Beteiligte mit der Situation rund um den Starspieler zunehmend unzufrieden.