Nach dem Lockdown lockt Rabatt-Welle

Bei den Händlern stapelt sich Saisonware.
Bei den Händlern stapelt sich Saisonware.iStock
Im Modehandel türmen sich 50 Millionen unverkaufte Artikel, die nach dem Lockdown stark reduziert verkauft werden müssen. Der Handel macht Verluste.

Des einen Leid, des anderen Freud. Leiden muss Österreichs Mode- und Schuhhandel, er ist schwer angeschlagen. Die 4.200 Händler sitzen auf rund 50 Millionen unverkauften Winterartikeln. Sie beklagen einen Umsatzverlust von fast sechs Milliarden Euro wegen des Lockdowns. 45.000 Arbeitsplätze seien akut gefährdet, meldet der Handelsverband (HV).

Schlecht für Händler, gut für Schnäppchenjäger

Schnäppchenjäger können sich hingegen freuen: Nach dem Lockdown-Ende wird eine riesige Rabatt-Welle über das Land schwappen. "Viele Händler werden wohl oder übel unterm Einstandspreis verkaufen und damit riesige Verluste in Kauf nehmen müssen", sagt HV-Geschäftsführer Rainer Will zu "Heute". Was vom Wintersortiment übrig bleibe, werde in Outlets verkauft oder karitativen Einrichtungen gespendet, so Will. Das Einlagern der Ware fürs nächste Jahr rechne sich nicht.  

Der Handelsverband fordert jetzt eine sofortige "Überlebenshilfe" und will die Ausgaben für Saisonware zu 90 Prozent vom Staat ersetzt haben.

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