Am Wiener Vorgartenmarkt häufen sich Einbrüche, Einbruchsversuche und Diebstähle. Besonders die Gastronomiebetriebe sind davon betroffen – allen voran Gaetano Brancato, in dessen Lokal bereits mehrmals eingebrochen wurde. Für die Unternehmer geht es dabei nicht nur um gestohlene Gegenstände: Auch beschädigte Türen, Reparaturen und Betriebsunterbrechungen verursachen zusätzliche Kosten.
Mittlerweile wachse auch das Unsicherheitsgefühl bei den Mitarbeitern. "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich mittlerweile nicht mehr sicher, wenn sie am Morgen ihre Betriebe aufsperren", kritisiert Gemeinderätin und Leopoldstädter ÖVP-Bezirksparteiobfrau Sabine Keri.
Die ÖVP fordert deshalb eine konsequent umgesetzte Videoüberwachung am Markt – zumindest nach der Sperrstunde. Kameras könnten an einem solchen Brennpunkt dabei helfen, Straftaten zu verhindern und Täter schneller zu identifizieren, so Keri.
Auch für die Anrainer seien die Vorfälle eine Belastung. Der Vorgartenmarkt sei ein wichtiger Treffpunkt im Stuwerviertel und Nahversorger für das Grätzl. "Die rot-pinke Devise 'wegschauen und hoffen' wird nicht bestehen können", sagt Keri. Ihr Appell an Stadtregierung und den 2. Bezirk: Die betroffenen Betriebe müssten endlich konkrete Unterstützung bekommen.