Ein Jahr nach Gasexplosion: Neue Pläne für Preßgasse

Bürgermeister Michael Ludwig und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal mit einer Bewohnerin der Wohnhausanlage Pressgasse.
Bürgermeister Michael Ludwig und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal mit einer Bewohnerin der Wohnhausanlage Pressgasse.C. Jobst/ PID
Eine gewaltige Explosion zerstörte im Juni 2019 einen Gemeindebau auf der Wieden. Heute bekommen die ehemaligen Mieter die neuen Pläne präsentiert.

Es war der 26. Juni 2019, als es in der Pressgasse/ Ecke Schäffergasse im 4. Bezirk zu der verherrenden Explosion kam. Zwei Menschen verloren dabei ihr Leben, 15 wurden zum Teil schwer verletzt. Ursache für die Detonation war eine manipulierte Gasleitung in der Wohnung eines 22-Jährigen ("Heute" berichte). Der Schaden war so groß, dass die Stadt keine Alternative zu einem Neubau der Wohnanlage sah.

Genau ein Jahr nach dem Unglück lädt Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) am Freitagnachmittag zum Informationsabend für die ehemaligen Mieter ein. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Ich möchte mich auch noch einmal bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die sich in diesen schweren Stunden vorbildlichst und mit vollem Einsatz der Situation angenommen haben. Und ich begrüße es sehr, dass die Pläne für den neuen Gemeindebau, in dem die alten Bewohner ein neues Zuhause finden können, nun schon so weit gediehen sind", so Gaal.

Erster Blick in die Baupläne

Die Planung für den neuen Wohnbau sind mittlerweile abgeschlossen. Nachdem im März die ersten Bilder von der Fassade präsentiert wurden, können die ehemaligen Mieter heute erstmals einen Blick in die Baupläne werfen.

Neben einer vertikalen Fassadenbegrünung und Photovoltaikanlage am Dach, erwartet die Bewohner auch eine Fußbodenheizung. "Der Neubau wird 33 barrierefreie Wohnungen umfassen, die alle über Freiflächen verfügen. Zurückgesetzte Balkone und Außenjalousien werden für Beschattung sorgen", erklärt Wiener Wohnen-Direktorin Karin Ramser.

Mieter erhalten alte Mietverträge

Auf insgesamt acht Geschoßen gibt es eine Gesamtwohnfläche von knapp 2.000 Quadratmeter. Mit einer Konditorei von Wien Work findet auch ein gemeinnütziges Unternehmen Einzug im Erdgeschoß. Zusätzlich wird eine zweigeschossige Tiefgarage mit 20 KFZ-Stellplätzen errichtet.

Allen ehemaligen Bewohnern wurde das Recht eingeräumt, nach der Fertigstellung 2023 in die Preßgasse zurückzukehren – zu den alten Konditionen. 20 von ihnen haben sich für den Informationsabend angemeldet. Die restlichen Wohnungen werden an Personen mit Wiener-Wohn-Ticket vergeben.

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