Mit Christoph Vavrik kommt den NEOS ein Gründungsmitglied abhanden: Der Nationalratsabgeordnete wechselt zur Volkspartei, wie er am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte. Ein Facebook-Posting trug zur Entscheidung bei.
"Mit diesem Schritt kehre ich in meine politische Heimat, die ÖVP, zurück. Ich habe den ÖVP-Klub am 26. März 2017 schriftlich gebeten, in Zukunft im ÖVP-Klub mitzuarbeiten", so Vavrik. Er wird damit der 51. ÖVP-Abgeordnete im Nationalrat.
Vavrik hatte nach einem Facebook-Eintrag im November sein Mandat zurückgelegt. Im sozialen Netzwerk kommentierte der 55-Jährige einen Artikel über Adoption durch ein homosexuelles Paar mit den Worten: "Künftige Zivilisationen werden auf solche gesellschaftlichen Abartigkeiten mit demselben Unverständnis blicken wie wir auf die Sklaverei." Später entschuldigte er sich dafür.
Dem Wechsel sei "eine zunehmende Entfremdung zwischen NEOS und mir" vorausgegangen so Vavrik. "Der endgültige Riss kam im November, anlässlich eines Postings auf meinem Facebook-Profil, wo ich zur Fremdadoption durch gleichgeschlechtliche Paare eine unentschuldbare Äußerung abgegeben habe. Ich habe mich in der Wortwahl arg vergriffen und das Posting sofort gelöscht. Ich möchte mich dafür nochmals entschuldigen."