Nach Flugzeugpanne folgt Marathon-Programm für Nehammer

 Nach dem Arbeitsgespräch mit dem albanischen Innenminister Bledi Çuçi (r.) mussten Nehammer (li.) und sein Kollege Rede und Antwort stehen.
 Nach dem Arbeitsgespräch mit dem albanischen Innenminister Bledi Çuçi (r.) mussten Nehammer (li.) und sein Kollege Rede und Antwort stehen.BMI/Jürgen Makowecz
"Heute" berichtete über die Verzögerungen auf der Westbalkan-Tour des Innenministers. Er und sein Tross legen nun ein Marathon-Programm hin.

„Das Warten war kein Problem. Das Wichtigste ist, dass den Passagieren am Flughafen Tirana nichts passiert ist!“ ÖVP-Innenminister Karl Nehammer gab sich am Dienstag nach mehrstündiger Wartezeit am Flughafen von Pristina gegenüber "Heute" zweckoptimistisch. Wie berichtet, saß er wegen einer Panne für mehrere Stunden im Kosovo fest. Um kurz nach 20 Uhr kam die österreichische Maschine schließlich in der albanischen Hauptstadt an. Ein längeres Arbeitsessen mit seinem Amtskollgen Bledi Cuci folgte.

Am zweiten Tag seiner Westbalkan-Reiselegte Nehammer nun ein echtes Marathon-Programm hin. Bereits um 7.15 Uhr begann der Tag mit einem Frühstück im Hotel. 08.30 Uhr düste der Innenminister in Richtung Innenministerium ab. Dort traf er sich mit Cuci. Zusammen vereinbarten die beiden gemeinsame Projekte zur Schulung der albanischen Exekutive. „Es wird Schulungen durch die österreichische Alpinpolizei und die Cobra für die Polizei in Albanien geben“, gibt der Politiker auf einer Pressekonferenz ein Beispiel.

Innenminister besucht Drogenumschlagsplatz

Daraufhin folgte ein Tripp in die Hafenstadt Durres, die nicht nur als beliebter Badeort sondern auch als Schmuggler-Hotspot gilt. Im Hafen von Durres besuchte Nehammer albanische Zöllner sowie ein Kriminalistik-Labor, österreichische Frontex-Beamte und hörte sich einen Vortrag des Westbalkan-Chefs der europäischen Grenzschützer an. Drei Polizisten aus Österreich arbeiten derzeit an der Grenze zu Griechenland in Korce."Wenn Drogenschmuggel über Länder und Kontinente hinweg organisiert wird und enge Vernetzungen zur Schlepperei und Menschenhandel bestehen, wird das zum Sicherheitsproblem für viele Länder", betonte der Innenminister.

Gegen 11 Uhr durfte der Innenminister ein wenig mit einem Boot durch den Hafen schippern. Doch bereits Mittag hieß es: "Alle Passagiere anschnallen, ready for takeoff". Nehammer flog weiter in Richtung Montenegro, dem letzten Stop der Reise. Dort folgten mehrere Termine mit seinem montenegrinischen Amtskollegen. 

In dem kleinen Land am Balkan wurden bis zum 11. Juli heuer rund 160 Asylanträge in Montenegro gestellt. Die Top-Asylantragsnationen sind dabei: Afghanistan, Marokko, Iran. Im Jahr 2021 verzeichnete Montenegro im selben Zeitraum rund 1.575 Aufgriffe. 

Am späten Nachmittag steht der Endspurt für den Innenministeriums-Tross aus Österreich an. 16.20 Uhr: Abflug aus Podgorica zurück nach Wien. Die Bilder des Besuchs gibt es unten zum Durchklicken.

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