Nach Heroin-Toten: Polizei sprengte Suchtgift-Ring

Bei den Razzien in Wien und der Steiermark stellten die Ermittler auch Ecstasy-Tabletten sicher.
Bei den Razzien in Wien und der Steiermark stellten die Ermittler auch Ecstasy-Tabletten sicher.Getty Images/iStockphoto
13 Festnahmen, 60 Verdächtige und eine halbe Million Euro: Das ist die Bilanz einer länderübergreifenden Drogen-Razzia in Wien und der Steiermark. 

Nach dem Tod zweier Männer an einer Überdosis Heroin nahmen steirische Kriminalisten aus Weiz bereits im vergangenen Jahr die Ermittlungen auf. Unter dem Codenamen "Operation HT+" stießen nach und nach Fahnder aus Graz, des Wiener Landeskriminalamtes (LKA) sowie Spezialisten der Einsatzkommandos Cobra und WEGA zur Operation. Gemeinsam hoben die Polizisten ein Bundesländer-übergreifendes Netzwerk von Graz nach Wien aus mit 13 Hauptverdächtigen sowie weiteren 47 Nebenverdächtigen aus. Das gab die Landespolizeidirektion Steiermark am Freitag bekannt. 

Razzien in Steiermark und Wien brachten Suchtift im Wert von halber Million Euro hervor

Die 13 Haupttatverdächtigen im Alter von 19 bis 42 Jahren stehen im Verdacht, insgesamt zumindest über zehn Kilogramm Heroin und eine in etwa gleich große Menge an Marihuana im Straßenverkaufswert von rund einer halben Million Euro verkauft zu haben. Bei den Festgenommenen handelt es sich um elf Männer und zwei Frauen aus Österreich, Ungarn, Serbien, Afghanistan, Rumänien und dem Iran. Auch zahlreiche Abnehmer wurden ausgeforscht.

Bei den insgesamt 20 Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler nicht nur Heroin sondern auch Marihuana, Haschisch, Methamphetamin und Extacy sowie zusätzlich verbotene Waffen und 25.000 Euro sicher. Die 13 Hauptverdächtigen nahm die Polizei fest. "Es freut uns sehr, dass wir diesen kriminellen Machenschaften von Weiz ausgehend das Handwerk legen konnten. Dabei ist es uns durch eine Kräftebündelung gelungen – neben der Einleitung der Strafverfolgung – vor allem die Weitergabe von Heroin durch Sicherstellungen großflächig zu unterbinden", betonte der koordinierende Weizer Suchtgift-Ermittler Peter Deutschmann. Der steirische Landespolizeidirektor Gerald Ortner dankte den beteiligten Ermittlern am Freitag. Die Staatsanwaltschaften in Graz und Wien ermitteln nun.

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