Einzigartig in Österreich – statt das heiß geliebte Brautkleid seiner Frau nach der Hochzeit im Schrank verstauben zu lassen, hat sich Stefan Bernot (36) etwas einfallen lassen: Kurzerhand färbte er es um. "So kann sie es als Hochzeitsgast auf einer anderen Hochzeit noch einmal tragen", erklärt er.
Sein Unternehmen "Glow up" bietet diese Möglichkeit laut ihm als einziges in ganz Österreich an. "Bisher habe ich nur andere Anbieter in Deutschland und der Schweiz gefunden", so der Gründer, der Brautkleidern nun ein Glow up anbietet.
"Man verbindet ja doch Emotionen mit dem Kleid – da wäre es schade, es nie wieder anzuziehen", findet Bernot. Dasselbe gilt für Debütantinnenkleider – auch diese färbt der gelernte Textilchemiker ein. Nach einem gemeinsamen Vorgespräch macht Bernot sich gleich an die Arbeit: Erst kommt das Kleid in die Wäscherei, dann geht es ab ins Färbebad. "Das Färben an sich dauert eineinhalb bis zwei Stunden", erklärt er.
Immer wieder gibt es längere Trockenzeiten, bis das Kleid schließlich nach dem Nachwaschen und Bügeln fertig ist. "Meist brauche ich um die 14 Tage – wenn es ganz dringend ist, geht es theoretisch auch etwas schneller", so der 36-Jährige im "Heute"-Talk.
In seinem Unternehmen arbeitet Bernot alleine, jedes Kleid wird also vom Chef persönlich behandelt. "Ich mische auch alle Farben selbst aus den drei Grundfarben – das macht mir immer Spaß", lacht er.
Die einzige Einschränkung: "Viele Kleider bestehen aus Polyester – da ist es aufgrund des Materials nicht möglich, dunkle Töne wie Weinrot oder Schwarz zu färben." Je nach Aufwand und Größe des Kleides liegt der Preis zwischen 200 und 350 Euro. "Farbverläufe oder Ombre sind dann etwas teurer, weil dafür öfter gefärbt werden muss", erklärt Bernot.
Gefärbt wird übrigens in der Wäscherei R&E Goebel, wo sich "Glow up" eingemietet hat. Zu finden ist das Unternehmen in der Sofie-Lazarsfeld-Straße 9 in Wien-Simmering.