Steht Wiens bekanntester Priester vor dem Abschied? Dass schon der ehemalige Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn keine Freude mit Fabers lockerem Umgang mit dem Zölibat hatte – der Dompfarrer tritt bei zahlreichen Society-Events offen mit seiner Partnerin Natalie auf, ist bekannt. Schönborns Nachfolger Erzbischof Josef Grünwidl dürfte nun aber Nägel mit Köpfen machen.
Laut einem Bericht der "Krone" könnte der langjährige Seelsorger des Stephansdoms zu seinem 30-jährigen Dienstjubiläum in die Pension geschickt werden – "Heute" berichtete.
Offiziell bestätigen will das derzeit aber niemand. Die Erzdiözese Wien verweist am Donnerstag lediglich auf laufende Gespräche zwischen Faber und Erzbischof Josef Grünwidl.
„Solange kein Ergebnis vorliegt, können wir aber nichts weiter darüber sagen“Michael PrüllerSprecher Erzdiözese Wien
Diözesansprecher Michael Prüller sagte dazu gegenüber Kathpress: "Dass Dompfarrer und Erzbischof miteinander im Gespräch sind, hat der Erzbischof ja schon immer wieder bestätigt. Solange kein Ergebnis vorliegt, können wir aber nichts weiter darüber sagen."
Bereits zuletzt hatte "Heute" über die laufenden Gespräche rund um Fabers Zukunft berichtet. Demnach dürfte hinter den Kulissen schon länger über mögliche Veränderungen beraten werden. Konkrete Entscheidungen gibt es aber offenbar noch nicht.
Toni Faber zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gesichtern der katholischen Kirche in Österreich. Der heute 64-Jährige ist seit fast 30 Jahren hauptverantwortlich für die Seelsorge im Wiener Stephansdom. Kardinal Christoph Schönborn ernannte ihn mit 1. Jänner 1999 offiziell zum Dompfarrer von St. Stephan. Bereits seit Juli 1997 war Faber als Moderator der Dompfarre tätig.
Durch zahlreiche TV-Auftritte, Promi-Hochzeiten und öffentliche Segnungen wurde Faber weit über kirchliche Kreise hinaus bekannt. Immer wieder sorgte er auch mit klaren Aussagen zu gesellschaftlichen Themen für Schlagzeilen.
Ob und wann tatsächlich ein Abschied bevorsteht, bleibt derzeit offen. Die Gespräche innerhalb der Erzdiözese laufen jedenfalls weiter.