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Nach Impf-Theater: Mehrheit gegen Djokovic-Rückkehr

Vor knapp einem Jahr erlebte Tennis-Star Novak Djokovic ein echtes Fiasko. Er wurde aus Australien ausgewiesen. Seine Rückkehr passt nicht allen. 

Heute Redaktion
Novak Djokovic darf wieder nach Australien Reisen, die Mehrheit der Bevölkerung ist aber nicht dafür.
Novak Djokovic darf wieder nach Australien Reisen, die Mehrheit der Bevölkerung ist aber nicht dafür.
Imago Images

Im Jänner 2022 dominierte der serbische Tennis-Star die Schlagzeilen. Obwohl der heute 35-Jährige ein bekennender Gegner der Corona-Impfung ist, reiste Djokovic nach Melbourne, um an den Australian Open, dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres, teilzunehmen. Für die Einreise nach Australien war zu diesem Zeitpunkt allerdings eine Impfung vorgeschrieben. Dies versuchte Djokovic mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung wegen einer kurz zuvor durchgemachten Corona-Infektion zu umgehen. Die Ausnahmegenehmigung wurde aber nicht akzeptiert, der Serbe musste schließlich nach einem tagelangen Hin und Her samt Prozess und mehreren Tagen in einem Abschiebe-Hotel das Land verlassen, sein Visum wurde gestrichen. 

Nun steht Djokovic unmittelbar vor der Rückkehr nach Australien, um die Australian Open 2023, die in knapp drei Wochen beginnen, zu bestreiten. Mittlerweile gibt es keine Einreise-Restriktionen mehr für Ungeimpfte. Das eigentlich gegen ihn verhängte dreijährige Einreiseverbot nach Australien wurde vom Einwanderungsminister Andrew Giles im November aufgehoben. 

Mehrheit gegen Djokovic

Doch die Mehrheit der Menschen in Australien unterstützt die Rückkehr des Tennis-Stars nach "Down Under" nicht, wie eine nun veröffentlichte Umfrage des "Sydney Morning Herald" zeigt. Demnach seien zwar 30 Prozent der Bevölkerung auf der Seite des Tennis-Stars, befürworten seine Einreise, die relative Mehrheit von 41 Prozent lehnt dies der Umfrage zufolge aber ab. 29 Prozent, und damit knapp ein Drittel der Befragten, sagten, es sei ihnen egal. 

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    Am Melbourner Flughafen bereitete sich Novak Djokovic mit seinem Team auf die Ausreise vor.
    Am Melbourner Flughafen bereitete sich Novak Djokovic mit seinem Team auf die Ausreise vor.
    REUTERS

    Trotzdem ist die Umfrage deutlich positiv für den serbischen Tennis-Star, denn im Jänner, unmittelbar nach seiner Ausweisung, stimmten noch 71 Prozent klar für ein Einreiseverbot, während nur 14 Prozent Djokovic unterstützten. 

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      Novak Djokovic am Sonntag am Weg ins Büro seiner Anwälte.
      Novak Djokovic am Sonntag am Weg ins Büro seiner Anwälte.
      Imago

      Für Jim Reed, dem Direktor von Resolve Strategic, sei die zunehmende Unterstützung für Djokovic nicht überraschend, sie würde die "neue Realität, dass Menschen ohne Impfung ins Land einreisen dürfen", widerspiegeln. 

      Djokovic peilt in Melbourne seinen 22. Grand-Slam-Sieg an. Der Serbe hat den Klassiker in Melbourne bereits neunmal gewonnen.

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