Nach Kälber-Skandal – Minister beruft Gipfel ein

„Ich bin ein Tierschützer...", sagt Sozialminister Rudi Anschober. Im März lädt er zum großen Tierschutz-Gipfel gegen Tierleid.

Nach den jüngsten Aufdeckungen von Tierschützern (Animal International und VGT) und einer ZDF-Doku, die den langen Leidensweg von österreichischen Milch-Kälbern zeigen, beruft Sozialminister Rudi Anschober (Grüne) am 17. März einen „Tierschutz-Gipfel" ein.

„Jeder Mensch, der weiß, dass Tiere keine Dinge, sondern Lebewesen sind, mit Gefühlen und Empfindungen, wird von den Bildern und Zuständen zutiefst erschüttert sein. So geht es auch mir. Denn ich bin ein Tierschützer..."

, so Anschober in einer aktuellen Aussendung.

Wie auf den heimlich gefilmten Aufnahmen zu sehen ist, wurden österreichische Milch-Kälber zuerst nach Spanien verschifft (ohne Nahrung und nicht entwöhnt). Endstation war beim Schlachter im Libanon, wo die Rinder bei vollem Bewusstsein getötet wurden. "Heute" berichtete.

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Österreichisches Kontrollsystem muss weiterentwickelt werden

Sozialminister Anschober hat laut Aussendung Experten aus dem Sozial- und dem Landwirtschaftsministerium, Vertreter von Tierschutzorganisationen und der betroffenen Behörden zum Tierschutz-Gipfel geladen. Ziel ist es, Verbesserungen auf nationaler Ebene zu definieren. Auch sollen "die notwendigen Änderungen auf EU-Ebene außer Streit gestellt werden.", heißt es in einer Aussendung.

„Tierschutz darf nicht an Österreich Außengrenzen enden. Daher muss auch das EU-Recht dringend überprüft und reformiert werden..."

, begründet Anschober den Tierschutz-Gipfel.

Und weiter: "Wir müssen die Tiertransportstandards gemeinsam weiterentwickeln, das muss jedem klar sein, der die Bilder der Dokumentation gesehen hat. Offenkundig ist, dass auch das Kontrollsystem weiterentwickelt werden muss. Für Österreich werden wir das sehr genau überprüfen.", so Anschober abschließend.

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