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Nach nur 16 Tagen – Putin feuert nächsten Top-General

Nur 16 Tage war er im Amt: Putin feuert seinen nächsten hochrangigen Militär. Laut einem Bericht sind die großen Verluste in der Ukraine der Grund.
Nikolaus Pichler
12.09.2022, 16:06
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Wie der "Kyiv Independent" schreibt, hat Putin seinen Top-General Roman Berdnikow nach nur 16 Tagen im Amt bereits wieder gefeuert. Dies sei auf die großen Verluste der ukrainischen Gegenoffensive zurückzuführen. In Panik geratene russische Truppen sollen Panzer, Waffen und Vorräte zurückgelassen haben.

Nun soll General Berdnikow zu denjenigen gehören, die die Schuld an der Niederlage tragen. Wie das Geheimdirektorat des ukrainischen Verteidigungsministeriums weiter berichtet, wurde ihm nun das Kommando über den westlichen Militärbezirk entzogen. General Roman Berdnikow hatte die russische Militäroperation in Syrien kommandiert und war für seine gnadenlose Härte bekannt gewesen.

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Russland will Krieg fortsetzen

Ungeachtet der jüngsten Misserfolge in der Ostukraine will Russland seinen Krieg gegen das Nachbarland weiterführen. "Die militärische Spezial-Operation wird fortgesetzt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. "Sie wird fortgesetzt, bis die anfangs gesetzten Ziele erreicht sind", fügte er hinzu. Peskow antwortete damit nur ausweichend auf die Frage von Journalisten, ob Russlands Militärführung noch immer das Vertrauen von Kremlchef Wladimir Putin genieße.

Auf die Frage, wie Putin auf die Nachricht vom Abzug der eigenen Truppen aus dem Gebiet Charkiw reagiert habe, sagte Peskow lediglich, Russlands Präsident werde über alle militärischen Entwicklungen informiert. Zu Moskaus Kriegszielen zählt etwa die vollständige Eroberung der ostukrainischen Gebiete Luhansk und Donezk.

Schwere Niederlage für Putins Armee

Am vergangenen Wochenende aber hatte Russlands Armee eine ihrer schwersten Niederlagen seit dem Einmarsch ins Nachbarland vor mehr als einem halben Jahr einstecken müssen: Unter dem Druck ukrainischer Gegenoffensiven wurden Truppen weitgehend aus dem Gebiet Charkiw im Osten abgezogen. Offiziell begründete Moskau den Rückzug mit einer strategischen "Umgruppierung" der eigenen Einheiten.