Parteiinterne Kritik an Johanna Mikl-Leitners plötzlichem Wechsel nach Niederösterreich kam bereits aus der Steiermark. Nun kritisiert auch Finanzminister Schelling (ÖVP) den ungünstigen Zeitpunkt. Nun wird sogar über einen Rücktritt von Vizekanzler Mitterlehner spekuliert.
Parteiinterne Kritik an ) den ungünstigen Zeitpunkt. Nun wird sogar über einen Rücktritt von Vizekanzler Mitterlehner spekuliert.
So harmonisch, wie erst präsentiert, scheint der (ÖVP) nach Niederösterreich doch nicht gewesen zu sein. Nach dem steirischen Landesrat Drexler kritisiert nun auch Finanzminister Schelling den Zeitpunkt der Rochade.
Zeitpunkt ungünstig
Nun gibt es auch Kritik aus dem Regierungsteam. Finanzminister Hans Jörg Schelling sagte im "Ö1 Abendjournal": "Ich glaube, dass man den Zeitpunkt besser wählen hätte können, aber inhaltlich kann es keine Kritik geben."
Zuvor hatte der steirische Landesrat Christopher Drexler seine Stimme erhoben: "Die ÖVP darf nicht bloß eine verlängerte Werkbank für St. Pölten sein", sagte er im Kurier.
Tritt Mitterlehner zurück?
Die "Presse" spekuliert unterdessen, dass es in der ÖVP unter der einheitlichen Fassade rumort. Nach der könnte Parteichef Reinhold Mitterlehner zum Rücktritt gezwungen werden. Außenminister Sebastian Kurz würde den Vizekanzlerposten übernehmen, Reinhold Lopatka (derzeit Klubobmann) würde Parteichef.
Am wahrscheinlichsten wäre dieses Szenario wohl, wenn Andreas Khol das Rennen um die Hofburg verlieren würde. Hans Jörg Schelling dementiert diese Gerüchte via "Ö1". Für ihn sitzt Mitterlehner "fest im Sattel". Er sei hunderprozentig davon überzeugt, dass er bei der nächsten Wahl als Spitzenkandidat in die Wahl geht und diese auch gewinnt.