Nach Rot telefoniert: Droht Ried-Coach eine Sperre?

Ried-Coach Andreas Heraf droht eine Sperre.
Ried-Coach Andreas Heraf droht eine Sperre.Gepa
Andreas Heraf sah bei der 2:4-Pleite seiner Rieder bei der WSG Tirol Rot, wurde auf die Tribüne geschickt. Nun droht dem Trainer eine Sperre. 

Rieds Coach war in der 33. Minute von Referee Alexander Harkam auf die Tribüne des Innsbrucker Tivolis geschickt worden. Der Unparteiische zeigte nach einer Diskussion mit dem Coach sofort Rot. 

"Wer weiß, was ich gesagt habe, der weiß, dass es nicht jugendfrei war. Aber es war in keinster Weise gegen den Schiedsrichter gerichtet. Das hat er mir jetzt auch bestätigt", erklärte der Innviertler Coach nach dem Spiel, zeigte sich danach ratlos: "Warum ich trotzdem die Rote Karte gesehen habe, weiß ich nicht. Trotzdem darf mir das nicht passieren", so der 54-Jährige. 

Kommunikation per Telefon

Während des Spiels war Heraf dann mit dem Handy am Ohr in der TV-Übertragung zu sehen gewesen. Dass der Coach da mit der Betreuerbank sprach, wollte er gar nicht abstreiten. "Es hat Kommunikation gegeben. Ich wollte zur Pause auch in die Kabine gehen, dann hat man mir gesagt, dass ich nicht in die Kabine darf. Ich habe dann von der Tribüne mit der Bank kommuniziert. Dann hat man mir gesagt, dass das auch nicht möglich ist. Man hat mir dann aber gesagt, dass es mit einem Telefon möglich ist. Das habe ich dann auch gemacht", erzählte Heraf. 

Allerdings könnte der Ried-Coach dabei schlecht beraten gewesen sein. Ein Blick ins Regelbuch zeigt nämlich, dass jegliche Art von Kommunikation zwischen einem ausgeschlossenen Trainer und der Mannschaft untersagt ist. 

Droht eine Sperre?

In Kapitel 2, Paragraph 15,1 der ÖFB-Rechtspflegeordnung heißt es: "Die ausgeschlossene Person darf sich in keiner Weise am Spielgeschehen beteiligen. Ausgeschlossene Teamoffizielle dürfen sich weder in den Umkleidekabinen oder dem Spielertunnel aufhalten, noch in irgendeiner Form mit einer am Spiel beteiligten Person (insbesondere Spieler, Betreuer und andere Teamoffizielle) in Kontakt stehen." 

"Ich denke, dass das in Ordnung war. Wenn nicht, tut es mir leid. Dann hätte es mir aber auch wer sagen müssen", schloss Heraf. 

Dem Ried-Coach könnte nun nach dem Ausschluss eine längere Sperre drohen. 

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