Antisemitismus-Vorwurf

Nach Sager gegen Gil: RTL zieht Raab den Stecker

Ein satirischer Einspieler in Stefan Raabs neuer RTL-Show sorgt für massive Kritik. Jetzt reagiert der Sender.
Heute Entertainment
04.02.2026, 09:42
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In der Spezialausgabe der "Stefan Raab Show" vom 27. Jänner nahm sich Entertainer Stefan Raab (59) das aktuelle Dschungelcamp vor – und damit auch Kandidat Gil Ofarim. Thema des Beitrags war Ofarims öffentlicher Auftritt im Zusammenhang mit den bekannten Betrugsvorwürfen rund um den angeblichen antisemitischen Vorfall in einem Leipziger Hotel, der später widerlegt wurde.

Der Einspieler war satirisch gemeint, ging für viele Zuschauer jedoch klar zu weit.

In dem Beitrag wurde behauptet, Gil Ofarim habe sein musikalisches Talent von seinem Vater Abi geerbt, mit dem Zusatz, dieser habe "gar kein Abi gehabt". Anschließend hieß es wörtlich, das führe zum sogenannten "Betrüger-Gen", das Gil angeblich von einem frei erfundenen Onkel namens Samuel geerbt habe.

Genau diese Passage löste einen Sturm der Entrüstung aus.

RTL zieht Konsequenzen: Beitrag ist offline

Autorin und Aktivistin Susanne Siegert (34) meldete sich empört auf Instagram zu Wort: "Hat sich die Redaktion wirklich einen Onkel von Gil Ofarim ausgedacht?" Besonders problematisch sei laut ihr die Wahl eines bewusst jüdisch klingenden Namens gewesen, kombiniert mit dem Begriff eines "jüdischen Betrüger-Gens".

Ihr harter Vorwurf: "Das sind keine Witze, sondern Nazi-Propaganda und Antisemitismus."

RTL weist die schweren Vorwürfe zurück, räumt aber Fehler ein. Gegenüber dem deutschen Medium "Express" erklärt der Sender: "Wir nehmen die Kritik an dem Einspieler über Gil Ofarim sehr ernst und ordnen ihn klar ein."

Weiter heißt es, der Beitrag habe sich ausschließlich mit Ofarims Verhalten und seiner medialen Inszenierung im Zusammenhang mit den widerlegten Vorwürfen befassen sollen. Eine antisemitische Aussage sei nicht beabsichtigt gewesen.

Dennoch gesteht RTL ein: "Zugleich sehen wir ein, dass der Einspieler zu Missverständnissen führen konnte."

Die Konsequenz: Der umstrittene Beitrag wurde offline genommen und vom Streamingdienst RTL+ entfernt. Ein klares Signal des Senders und ein weiteres Kapitel in der ohnehin hochsensiblen Debatte rund um Gil Ofarim.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 04.02.2026, 09:58, 04.02.2026, 09:42
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