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Nach Stadion-Debakel will Sturm Grazer Arena kaufen

Sturm Graz erlebte in der Qualifikation zur Champions League ein Stadion-Debakel. Bei einem Aufstieg müssten die Steirer ausweichen. 
Heute Redaktion
12.08.2023, 12:42
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Am kommenden Dienstag steigt das Drittrunden-Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation in der Grazer Merkur Arena. Bei einem Weiterkommen ins Play-off dürfte Österreichs Vizemeister aber nicht mehr in der eigenen Arena spielen. Das hat die UEFA beschlossen, Sturm müsste nach Klagenfurt ausweichen. 

Verantwortlich dafür ist, dass die etwas in die Jahre gekommene Arena in Graz-Liebenau nicht mehr den Ansprüchen des europäischen Fußballverbandes für die "Königsklasse" genügt. Vor allem im Bezug auf den Medienbereich. So gibt es etwa nicht ausreichend Plätze für Medienvertreter und TV-Anstalten. Deshalb untersagte die UEFA Sturm, ein mögliches Play-off-Duell in Graz auszutragen.

Sturm will Stadion kaufen

Dass die Steirer gegen PSV Eindhoven auswärts bereits mit 1:4 verloren haben und der Aufstieg weit weg ist, stattdessen ein Fixplatz in der Europa-League-Gruppenphase – dann könnte weiter in Graz gespielt werden – winkt, ist nur eine Randnotiz. Sturm-Präsident Christian Jauk hat derweil gegenüber der "Kleinen Zeitung" bereits eine Lösung geäußert, verriet große Pläne des Vizemeisters. "Wir wollen das Stadion kaufen. Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass das wirtschaftlich für die Gesamtbevölkerung die beste Rechnung ergeben wird. Und wir glauben, damit eine Vielzahl an Diskussionen und Problemen eliminieren zu können. Es wäre eine Win-Win-Lösung", so der Klub-Boss. 

Jauk betonte nämlich, dass auch eine Stadion-Sperre für weitere europäische Bewerbe denkbar sei. "Die Stadt hat kurzfristig Maßnahmen beschlossen, die Lücken der Vergangenheit schließen werden. Was fehlt, ist die Investition in die Zukunft. Damit bleibt das Damoklesschwert der Sperre – in Zukunft auch für die Europa League – für die kommenden Jahre über uns", meinte der Sturm-Präsident. 

Millionen-Investitionen

Der Plan würde vorsehen, dass Sturm das Baurecht erhalten würde, die Stadt könne damit weiterhin Besitzer des Grundstücks bleiben. Der Verein würde im Gegenzug "einen zweistelligen Millionenbetrag" in die Hand nehmen. Dann könnte Sturm eigenmächtig das Stadion umbauen und es auch selbst vermarkten. Finanzielle Bedenken habe Jauk nicht, schließlich würde keine neue Arena gebaut werden. "Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich für solche Abenteuer nicht zu haben bin." 

Nun brauche es "ein Grundbekenntnis und ein Datum, diese Vision sollte nicht zur unendlichen Geschichte werden. Momentan habe ich das Gefühl, dass man uns zu Tode streichelt, zu Terminen einlädt, unserer Arbeit wertschätzend gegenübersteht. Aber dann heißt es: Ihr macht das eh wunderbar, aber momentan geht es nicht." 

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