Nach Sturm müssen zwei Schulen erneut zusperren

Das Gymnasium in Pichling bleibt bis Freitag geschlossen.
Das Gymnasium in Pichling bleibt bis Freitag geschlossen.FF Ebelsberg
Nach der Gewitterfront mit heftigen Sturmböen sind in OÖ zwei Schulen gesperrt. Schüler müssen teilweise in den Hort ausweichen.

Von Bayern aus zog das Unwetter Dienstagabend über das Innviertel über ganz Oberösterreich. Besonders stark betroffen war dabei der Bezirk Urfahr-Umgebung. Mehr als 100 Mal mussten die örtlichen Feuerwehren dort aufgrund der Gewitterfront ausrücken.

In Gramastetten (Bez. Urfahr-Umgebung) musste sogar die Volksschule behördlich geschlossen werden. Schon am vergangenen Donnerstag hatten riesige Hagelkörner das Dach stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit Planen wurde es dann notdürftig abgedeckt.

Planen herunter gerissen

Doch genau diese Planen hat der Sturm in der Nacht auf Mittwoch wieder heruntergerissen. "In der Folge regnete es in vielen Räumen hinein. An Unterricht war heute nicht zu denken. Die Eltern der Schüler wurden noch in der Nacht von der Direktorin informiert", so Bürgermeister Andreas Fazeni (ÖVP) zu "Heute".

Betroffen sind insgesamt fünf Klassen mit rund 100 Schülern. Aber schon morgen soll der Unterricht in Ersatzräumen fortgeführt werden. So ist geplant, dass vier Klassen im Hort und eine in der Bibliothek der Neuen Mittelschule vorübergehend unterkommen.

Die Feuerwehr Gramastetten konnte das Schulzentrum vorerst wieder mit Planen notdürftig schließen. Wann die Schüler wieder zurück können, ist noch ungewiss.

Gymnasium verlängert Sperre

Beim Bundesrealgymnasium Pichling musste Direktor Berthold Reiter seine Schüler erneut vertrösten. Nach den massiven Hagelschäden vergangenen Donnerstag, bei dem 34 Dachfenster durch Hagelkörner zerschlagen wurden, hätten die Schüler eigentlich am heutigen Mittwoch wieder in die Klassenzimmer zurückkehren sollen.

Daraus wurde aber nichts. "Durch den Sturm letzte Nacht ist es an einigen Stellen wieder nass durch gegangen. Die Schüler müssen noch zwei Tage daheim bleiben im Fernunterricht. Für Freitag bin ich aber zuversichtlich", so der Direktor zu "Heute".

Auch die Landwirtschaft hat mit den Unwetterfolgen zu kämpfen. Die österreichische Hagelversicherung rechnet mit Schäden in Höhe von drei Millionen Euro, die vergangene Nacht in der Landwirtschaft angerichtet wurden. Insgesamt geht man zusammen mit den Schäden der vergangenen Woche von 35 Millionen Euro aus.

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