"Tod ließ ihn völlig kalt"

Nach Tod von Jenni flirtete Ex-Freund auf Instagram

Acht Jahre nach dem Tod von Jennifer S. steht ihr Ex-Freund nun vor Gericht. Der Angeklagte soll eiskalt sein, nach der Bluttat flirtete er auf Insta.
Thomas Peterthalner
26.08.2026, 13:35
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Er trägt ein Teufels-Tattoo, änderte seinen Namen nach einem Monster aus einer bekannten Fantasy-Trilogie und soll laut Anklage eiskalt sein. Mehr als acht Jahre nach dem Verschwinden von Jenni S. aus ihrer Wohnung in Wien-Brigittenau kommt es nun endlich zum Prozess gegen Mairon K. (33). Der Ex-Freund der damals 21-Jährigen muss sich Donnerstag (27.8.) und Freitag (28.8.) wegen Mordes am Wiener Landl verantworten. Star-Anwältin Astrid Wagner übernimmt die Verteidigung für den 33-Jährigen.

Mit "perfektem Mord" geprahlt

Im Dezember 2025 brach der Niederösterreicher sein Schweigen. Er gestand, am 22. Jänner 2018 seine Ex-Freundin Jennifer S. in Wien erwürgt und anschließend verscharrt zu haben. Die Mutter des Opfers hatte den Mann stets im Visier gehabt. Auch für die erfahrenen Mord-Ermittler war der verschrobene 33-Jährige stets der Hauptverdächtige. In seinem Umfeld soll er damit geprahlt haben, er wisse, wie man einen "perfekten Mord" begehen könne.

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Im Wald verscharrt

Ein Verfahren wegen schwerer Gewalt gegen seine Lebensgefährtin hatte den Blick der Ermittler im Dezember 2025 erneut auf ihn gerichtet. Dabei kamen zusätzliche Hinweise ans Licht, der Druck wurde zu groß. Der 33-Jährige gestand schließlich, Jenni erwürgt zu haben, führte die Beamten zu dem Ablageort der Leiche beim Truppenübungsplatz Allentsteig (NÖ). Als sie sich von ihm trennen wollte, seien im Streit bei ihm die "Sicherungen durchgebrannt".

Flirt auf Insta neben Leiche

Besonders verstörend: Unmittelbar nach dem Tod von Jenni soll der 33-Jährige am 22. Jänner 2018 mit einer Frau auf Instagram geflirtet haben, die er ein paar Tage zuvor kennengelernt hatte. Nur wenig später besuchte er angeblich eine andere Chat-Bekanntschaft in Tirol.

"Tod ließ ihn völlig kalt"

Laut Gutachten habe den Verdächtigen der Tod von Jenni S. "völlig kaltgelassen." Im Zuhause des 33-Jährigen – er gilt als gefährlich – wurden trotz Waffenverbots Wurfmesser, Waffen und 1.500 Stück Munition gefunden. Nun sind die Geschworenen am Zug. Dem Angeklagten droht lebenslang bzw. die Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum. Die Unschuldsvermutung gilt.

{title && {title} } pet, {title && {title} } 26.08.2026, 13:35