Fifa im Kreuzfeuer

Nach Trump-Eklat protestiert jetzt auch Frankreich

Frankreich kämpft um seinen Bayern-Star. Der Verband legt bei der FIFA, die nach angeblichen Trump-Anrufen in der Kritik steht, offiziell Protest ein.
Sport Heute
06.07.2026, 09:57
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Nach dem Wirbel um die aufgehobene Rot-Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun sorgt bei der Fußball-WM bereits der nächste Schiedsrichter-Aufreger für Diskussionen. Frankreich will laut der Sportzeitung "L'Équipe" gegen eine Gelbe Karte für Bayern-Star Michael Olise offiziell Protest bei der FIFA einlegen.

Der Flügelspieler war beim 1:0-Achtelfinalsieg gegen Paraguay tief in der Nachspielzeit verwarnt worden. Auslöser war eine Auseinandersetzung mit Paraguays Matías Galarza. TV-Bilder sollen allerdings zeigen, dass Olise seinen Gegenspieler gar nicht berührt hat. Stattdessen hielt er ihm lediglich den Finger vor den Mund, worauf Galarza zu Boden ging.

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Die Verwarnung könnte für Frankreich noch zum Problem werden. Sollte Olise im Viertelfinale gegen Marokko erneut Gelb sehen, müsste er in einem möglichen Halbfinale zuschauen. Genau deshalb will der französische Verband die Karte nachträglich annullieren lassen.

Für zusätzliche Kritik sorgte die Spielleitung des usbekischen Schiedsrichters Ilgiz Tantashev. MagentaTV-Regel-Experte Patrick Ittrich sprach von einem "kompletten Kontrollverlust" und bezeichnete dessen Leistung als die bislang schwächste bei dieser WM.

Auch Teamchef Didier Deschamps zeigte sich nach dem hitzigen Duell unzufrieden. Seine Mannschaft habe trotz zahlreicher Provokationen die Nerven behalten. "Die Situation kann leicht eskalieren. Deutschland ist in diese Falle getappt", erklärte der französische Trainer und spielte damit auf das aggressive Auftreten der Paraguayer an. Seine Spieler hätten sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen lassen.

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