Belgien will gegen die aufgehobene Sperre des Amerikaners Folarin Balogun vorgehen, der Verband prüfe "derzeit alle möglichen Optionen", heißt es in einer Stellungnahme bei Instagram.
Die Belgier verweisen vor allem auf Artikel 66.4 des FIFA-Disziplinarkatalogs, der eine Kehrtwende wie im Fall Balogun eigentlich verhindert.
Was war passiert? US-Mittelstürmer Balogun hatte im Sechzehntelfinale glatt Rot gesehen, wäre gegen Belgien zum Zuschauen verdammt. Die FIFA erklärte am Sonntag jedoch, die ursprüngliche Sperre von einem Spiel zur Bewährung ausgesetzt zu haben. Balogun ist somit im Achtelfinale am Dienstag (2.00 Uhr) dabei.
Pikant: Zuvor soll laut "The New York Times" US-Präsident Donald Trump persönlich FIFA-Boss Gianni Infantino gebeten haben, die Sperre zu überprüfen. Belgien reagierte "erstaunt" auf die Entscheidung – und verwies auf ein vor dem Start der WM verschicktes Rundschreiben, in dem auf die Regel hingewiesen worden sei, dass eine Rote Karte automatisch zu einer Sperre für das nächste Spiel führt.
Balogun war gegen Bosnien-Herzegowina vom Platz gestellt worden (64.), nachdem er Tarik Muharemovic unbeabsichtigt und unglücklich auf das Sprunggelenk gestiegen war.