Vor dem Kracher gegen Mexiko im legendären Aztekenstadion sorgt nicht nur der Fußball für Schlagzeilen. Auf der Pressekonferenz der Engländer wurde Teamchef Thomas Tuchel gefragt, ob seine Spieler Viagra zur besseren Anpassung an die Höhenluft von Mexiko-Stadt einnehmen.
Hintergrund: Das Potenzmittel wird seit Jahren immer wieder mit dem Leistungssport in großen Höhen in Verbindung gebracht. Es erweitert die Blutgefäße in der Lunge und könnte dadurch die Sauerstoffaufnahme verbessern. Das Mittel steht zudem nicht auf der Dopingliste.
Tuchel konnte über die Frage nur schmunzeln. "Diese Information oder Unterstützung hat mich nicht erreicht. Das ist nicht wahr", stellte der deutsche Trainer unmissverständlich klar. Von einer Einnahme bei den "Three Lions" könne also keine Rede sein.
Für einen Lacher sorgte danach Mittelfeldspieler Jordan Henderson. Auf die Frage, wie sich die Mannschaft an die Bedingungen in über 2.200 Metern Seehöhe gewöhne, meinte er zunächst trocken: "Das Viagra hilft." Nur Sekunden später löste er den Scherz selbst auf: "Ich mache nur Spaß."
England trifft am Sonntag im WM-Achtelfinale auf Co-Gastgeber Mexiko. Die große Herausforderung bleibt dabei tatsächlich die Höhenlage im Aztekenstadion – allerdings offenbar ganz ohne medizinische Hilfsmittel.