Für Englands Fußball-Nationalteam schließt sich bei der WM 2026 ein besonderer Kreis. Exakt 40 Jahre nach der legendären "Hand Gottes" von Diego Maradona kehren die "Three Lions" ins Aztekenstadion nach Mexiko-Stadt zurück. Dort wartet im WM-Achtelfinale Co-Gastgeber Mexiko – und mit der Höhenlage gleich die nächste große Herausforderung.
Das Aztekenstadion ist für Mexiko bislang eine uneinnehmbare Festung. Bei der laufenden WM feierte "El Tri" dort drei Siege ohne Gegentor und setzte sich gegen Südafrika (2:0, Tschechien (3:0) und Ecuador (2:0) durch. Hinzu kommt ein 1:0-Erfolg über Südkorea in Guadalajara. Der Gastgeber überzeugt dabei weniger mit großen Stars als mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.
England verbindet mit dem Stadion dagegen schmerzhafte Erinnerungen. 1986 scheiterte das Team im WM-Viertelfinale an Argentinien, als Maradona mit seiner berüchtigten "Hand Gottes" Fußballgeschichte schrieb. Teamchef Thomas Tuchel hofft nun auf eine Wende: "Ich hoffe, wir können endlich Frieden mit dem Stadion schließen."
Neben der lautstarken Unterstützung der Heimfans bereitet den Engländern vor allem die Höhe Sorgen. Das Estadio Azteca liegt rund 2.200 Meter über dem Meeresspiegel, wodurch selbst der Ball schneller und weiter fliegt. England reist aus seinem WM-Quartier bei Kansas City an, das nur rund 280 Meter hoch liegt. Eine ausreichende Anpassung sei laut Tuchel nicht möglich – entweder müsste man zehn Tage früher anreisen oder erst unmittelbar vor dem Spiel, was organisatorisch nicht machbar sei.
So wartet auf Harry Kane und Co. nicht nur ein starker Gastgeber, sondern auch eine der außergewöhnlichsten Kulissen des Weltfußballs. Für England ist die Rückkehr ins Aztekenstadion damit weit mehr als nur ein Achtelfinale – sie ist eine Reise an den Ort eines der größten WM-Traumata der Fußballgeschichte.
Und für die Mexikaner ist es das letzte "Heimspiel". Ab dem Viertelfinale steigen alle Partien dann in den USA.