Nach dem blamablen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ist Julian Nagelsmann nicht mehr deutscher Teamchef. Der 38-Jährige hat am Freitag sein Amt niedergelegt. Der Druck war immer größer geworden, Nagelsmann hatte sich nicht halten können, auch wenn er zunächst betonte, bereit für weitere Aufgaben zu sein.
Nun ist Nagelsmann nach nicht einmal drei Jahren im Amt weg. Und der Weg ist frei für Jürgen Klopp. Die deutsche Öffentlichkeit will den 59-jährigen Kult-Trainer im Amt des Teamchefs sehen. Und auch Klopp selbst kann sich das vorstellen. "Ich bin bereit" hatte der Deutsche im Rahmen der WM erklärt. Aktuell ist Klopp als Experte für "MagentaTV" in den USA und analysiert WM-Begegnungen. Schon bei der Nagelsmann-Trennung hatte Deutschlands Verband bestätigt, Gespräche mit Klopp führen zu wollen.
Klar ist: Der Deutsche steht aktuell noch bei Red Bull unter Vertrag, ist Head of Global Soccer beim österreichischen Energydrink-Imperium, damit auch für Klubs weltweit verantwortlich. Von Salzburg über Leipzig und New York bis zu Brasilien und Japan. Sein Kontrakt läuft eigentlich noch bis Sommer 2029. Dieses Arbeitspapier dürfte aber wohl trotzdem kein Stolperstein für den Sensationswechsel sein.
Es geht aber freilich auch um Kompetenzen. Einem Bericht von "Sky" zufolge solle Klopp "viel Macht erhalten, um grundlegende Dinge zu verändern und zu strukturieren." Genau deshalb wolle der Deutsche auch mehrere Vertrauensmänner mitbringen. Darunter auch Pepijn Lijnders. Der Niederländer war im Herbst 2024 mit mäßigem Erfolg Coach von Red Bull Salzburg, davor jahrelang Klopps Co-Trainer in Liverpool und zuletzt an der Seite von Pep Guardiola bei Manchester City. Mit dem Rückzug des Spaniers verlor auch Lijnders seinen Job. Nun würde Klopp den Niederländer in seinen Betreuerstab holen, heißt es.
Genauso wie zwei weitere Vertrauensmänner, die aber beide ebenso noch bei Red Bull unter Vertrag stehen: Zsolt Löw, Head of Soccer Philosophy, und Peter Krawietz, Head of Soccer Development.