Nichts wurde es mit dem WM-Wunder! Österreich kämpfte im Sechzehntelfinale mit großem Herz, musste sich den spielstarken Spaniern letztlich aber mit 3:0 geschlagen geben. Die Treffer für den Europameister erzielten Mikel Oyarzabal (36., 89.) und Pedro Porro (66.).
Damit endet die Reise einer ÖFB-Mannschaft, die in den vergangenen Wochen ganz Österreich begeistert hat. Mit dem dramatischen Aufstieg gegen Algerien und großem Teamgeist entfachte das Team eine Euphorie, die das Land durch den gesamten Juni getragen hat.
Deshalb bleibt am Ende vor allem eines: Danke. Danke an die Mannschaft von Ralf Rangnick, die den österreichischen Fußball wieder auf die große WM-Bühne gebracht und Millionen Fans vor den Bildschirmen und auf den Public Viewings mitfiebern ließ. Für Spanien lebt der Traum vom zweiten WM-Titel der Verbandsgeschichte hingegen weiter. Im Achtelfinale wartet nun der Sieger des Duells zwischen Portugal und Kroatien.
Österreich startete in Los Angeles vor 70.492 Zuschauern mutig in die Partie und setzte bereits in der Anfangsphase erste offensive Akzente. Nach einer guten Kombination über die rechte Seite verpasste Michael Gregoritsch eine Hereingabe nur knapp (3.). In der Folge übernahm Spanien jedoch zunehmend die Kontrolle und setzte die österreichische Defensive mit zahlreichen Standards und Abschlüssen unter Druck. Alexander Schlager war mehrfach gegen Lamine Yamal und Mikel Oyarzabal zur Stelle und hielt seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel (32., 33.).
Nach der Trinkpause erhöhte Spanien den Druck weiter. Stefan Posch verhinderte mit einer starken Grätsche gegen den einschussbereiten Dani Olmo zunächst noch den Rückstand (29.), ehe ein Treffer der Spanier wegen eines Fouls an Tormann Schlager aberkannt wurde (30.). Kurz darauf fiel die verdiente Führung dennoch: Marc Cucurella setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Oyarzabal, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob (36.). Österreich fand offensiv kaum noch Entlastung, verteidigte aber mit großem Herz. In der Nachspielzeit bewahrte Schlager seine Mannschaft mit einer Glanzparade sogar vor einem höheren Rückstand, als er zunächst einen Freistoß an die Latte lenkte und anschließend auch den Nachschuss von Yamal entschärfte (45.+3.).
Ralf Rangnick reagierte zur Pause mit einem Doppelwechsel, doch Spanien blieb die klar spielbestimmende Mannschaft. Österreich fand kaum Entlastung, Oyarzabal prüfte Alexander Schlager nach einem Ballverlust früh erneut (50.). Erst nach der Einwechslung von Sasa Kalajdžić und Marko Arnautović setzte Österreich offensivere Akzente. Kalajdžić vergab mit seinem ersten Ballkontakt per Kopf die beste Chance auf den Ausgleich nur knapp (61.).
Statt des 1:1 fiel auf der Gegenseite die Vorentscheidung. Nach einer weiteren Druckphase brachte Österreich den Ball nicht entscheidend aus der Gefahrenzone, ehe Pedro Porro nach Vorarbeit von Alex Baena zum 2:0 einköpfte (66.). Nach der Trinkpause kontrollierte Spanien das Geschehen souverän und brachte mit Mikel Merino und Ferran Torres zusätzliche Stabilität. Österreich versuchte zwar noch einmal, nach vorne zu spielen, doch Carney Chukwuemeka setzte die letzte gute Möglichkeit neben das Tor (79.). In der Schlussminute machte Mikel Oyarzabal nach einer weiteren Hereingabe von Marc Cucurella mit seinem zweiten Treffer des Abends endgültig alles klar und stellte auf 3:0 (89.). Damit platzte der österreichische WM-Traum im Sechzehntelfinale, während Spanien mit einem verdienten 3:0-Erfolg ins Achtelfinale einzog.