Nach 23 Minuten bat der schwedische Referee Glenn Nyberg alle 22 Spieler des WM-Sechzehntelfinals zwischen Österreich und Spanien an die Seitenlinie. Die obligatorische Trinkpause stand auf dem Programm. Die gibt es bei jedem Spiel und ermöglicht es den Spielern, kurz durchzuschnaufen, etwas zu trinken und den Trainern, neue Anweisungen zu geben. Außerdem haben auch die übertragenden TV-Sender die Chance, ein bisschen Werbung zu schalten.
Allerdings kommt diese Trinkpause nicht überall gut an. Denn während eine dreiminütige Unterbrechung in heißen Spielorten wie Kansas City oder Miami durchaus angebracht ist, gibt es auch überdachte Stadien oder einfach Arenen, in denen es nicht dermaßen heiß ist. Trotzdem wird das Spiel stets gestoppt.
So auch Österreichs Aufeinandertreffen mit den Spaniern in Los Angeles, einem hochmodernen Stadion, das über ein Dach verfügt und wohlklimatisiert ist – trotz der Anstoßzeit von 12 Uhr mittags vor Ort. Allerdings wäre das Wetter ohnehin kein Thema gewesen, denn in Los Angeles hatte es am Donnerstag bloß angenehme 20 Grad. Eigentlich die perfekte Temperatur, um Fußball zu spielen.
Deshalb zeigten die rund 70.000 Fans im Stadion für die Unterbrechung in der ersten Spielhälfte auch keinerlei Verständnis. Als Nyberg dann zur Trinkpause pfiff, hallte deshalb auch ein gellendes Pfeifkonzert durch das Stadion von Los Angeles.