WM-Showdown in Los Angeles und FIFA-Boss Gianni Infantino hängt an den Lippen des ÖFB-Präsidenten. Der mächtigste Mann im Fußball sitzt beim großen Sechzehntelfinal-Showdown im SoFI Stadium, dem teuersten Stadion der Welt (5,5 Milliarden Euro), inmitten der Verbandschefs von Österreich und Spanien.
Auffällig: Infantino scheint sich mit Josef Pröll bestens zu verstehen. In der Anfangsphase sind die beiden beim angeregten Gespräch zu sehen. Beide gestikulieren ausschweifend. Beide wirken konzentriert.
Rafael Louzan wird von Infantino im wahrsten Sinne des Wortes links liegen gelassen. Dem Iberer ist zudem die Anspannung in der 0:0-Anfangsphase anzumerken. Österreich erweist sich als hartnäckiger Gegner.
Infantino gilt als umstrittener Charakter. Pröll genießt jedoch den Ruf, auch durch raue Gewässer mit ruhiger Hand zu navigieren. Seine Polit-Vergangenheit als Vizekanzler und Finanzminister Österreichs ist ihm dabei eine Hilfe.
Am 18. Mai wurde der 57-Jährige nach großen Turbulenzen und Verbandsinternen Streitigkeiten im ÖFB auch als großer Schlichter ins Präsidentenamt gewählt, konnte die größten Störfeuer löschen und zuletzt auch Teamchef Ralf Rangnick zum Verbleib bewegen – AC Milan blitzte beim Deutschen ab.