"Rechnung offen"

"Für ganz Österreich!" Herzog hat Bitte an unser Team

Fußball-Spektakel für Österreich bei der WM 2026. Es geht gegen Spanien. Da kommen bei Andreas Herzog dunkle Erinnerungen auf.
Sport Heute
02.07.2026, 20:25
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Ein Fußball-Spektakel steht vor der Tür. Österreichs Nationalteam bekommt es im Spiel des Jahres bei der WM 2026 mit Spanien zu tun. Das Aufeinandertreffen mit dem amtierenden Europameister steigt am Donnerstag, 21 Uhr österreichischer Zeit, in der hypermodernen Arena von Los Angeles. Der Bau des Pracht-Stadions kostete stolze fünf Milliarden Dollar. Alles ist jedenfalls angerichtet.

Österreich und Spanien? Da klingelt es bei Einigen. Allen voran bei Ex-Teamspieler Andreas Herzog. Schnell kommt vielen das Jahr 1999 in Erinnerung. Genauer gesagt der 27. März 1999, eine denkwürdige Partie in Valencia. Österreich verlor das Qualifikationsspiel zur EM 2000 mit 0:9. Toni Pfeffer, damals routinierter Abwehrspieler im Team, wurde mit seinem Pauseninterview und der Feststellung, man werde "es nicht mehr hoch gewinnen" berühmt. Diese Schmach hat sich kollektiv in die österreichische Fußballseele gefressen. Und kostete Teamchef Herbert Prohaska schließlich den Job.

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"Ich hätte nie gedacht, dass ich als Kapitän mit meiner Mannschaft mit 0:9 verliere. Wenn man die Spanier nicht stört, sie Spielfreude erlangen, dann gelingt ihnen immer mehr, haben sie die Lockerheit. Da rennt man nur hinterher", erinnerte sich der "Sky"-Experte unmittelbar vor dem WM-Sechzehntelfinale in Los Angeles. Herzog ist damals auch auf dem Rasen gestanden, als es den Kegelabend in Valencia gab.

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"Für ganz Österreich"

Schon davor hatte der ehemalige rot-weiß-rote Rekord-Teamspieler in seinem gemeinsamen Podcast mit Marc Janko eine Bitte an Österreichs Team gerichtet. "Mir geht es ja nur um eines: Ich will, dass wir gegen Spanien spielen", hatte Herzog vor dem letzten Gruppenspiel des ÖFB-Teams gegen Algerien gesagt, als der Sechzehntelfinalgegner noch nicht feststand.

Und fügte dann an: "Bitte, vielleicht könnten wir die Spanier schlagen. Dann könnten die Burschen das 0:9 von Valencia gutmachen", schmunzelte der 57-Jährige. "Nicht für mich oder meine Mitspieler. Sondern für ganz Österreich", schob Herzog an. Und ergänzte dann kämpferisch: "Da hätten wir schon eine Rechnung offen. Das wäre das Nonplusultra."

"Und wenn du dann gegen Spanien in der K.o.-Phase mit viel Glück drüberkommen könntest, dann würde die WM erst richtig losgehen", so Herzog.

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