Nach den schweren Regenschauern und Gewittern der vergangenen Tage soll sich am kommenden Wochenende in Österreich endlich sommerliches Wetter einstellen. Doch damit steht auch die Gelsensaison vor der Tür.
soll sich am kommenden Wochenende in Österreich endlich sommerliches Wetter einstellen. Doch mit den warmen Temperaturen steht auch die Gelsensaison vor der Tür.
Insbesondere bei Hochwasser und Überflutungen werden sogenannte Überschwemmungsgelsen ausgebrütet. Eine Massenentwicklung wird es laut Einschätzung von Stechmückenexperte Bernhard Seidel lokal sicherlich geben, wie etwa im Donauraum. Hier würden die Gelsen dann auch als Plage verspürt. Derzeit gebe es aber nicht mehr Mücken als sonst. Jedoch die subjektive Wahrnehmung würde das Gefühl der Gelsen-Plage noch verstärken, meint Seidel. Denn beim schönen Wetter würden die Menschen vermehrt vor die Tür gehen und ihre Freizeit im Freien verbringen. "Wenn es kalt bliebe, würde man die Gelsen nicht bemerken."
Wirkliche Plagen durch Stechmücken werden laut Seidel durch Witterungsphänomene hervorgerufen. Noch lässt sich noch nicht abschätzen, ob 2012 ein starkes Gelsenjahr wird. "Wenn es heiß bleibt und wir einen trockenen Juni und Juli haben, wird nicht viel passieren."
Auch Angriff der Haus-Gelsen steht bevor
Haus-Gelsen waren heuer schon deutlich vor Pfingsten da." Mittlerweile seien die Haus-Gelsen in der dritten, vierten Generation. "Sie sind jetzt auch im Naturbereich extrem am Vormarsch", meint Seidel. Gerade bei Wetterumschwüngen seien sie gerne dazu bereit, in Häuser einzudringen, so der Froscher.
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Tipps gegen Gelsen
Ruhig bleiben. "Bloß keine Aufmerksamkeit auf sich lenken" lautet nach dem Experten das oberste Gebot, um sich vor den lästigen Viechern zu schützen. "Wenn jemand ständig in Bewegung ist, werden sie auf einen aufmerksam." Man solle "ruhig sein im Sinne von relaxen.
Helle Kleidung. Lege ich mich hell angezogen in die Sonne, bin ich für die Mücke nicht erkennbar", sagte Seidel. Lange und helle Kleidung bietet einen guten Schutz.
Kopf nicht vergessen. Auch der Kopf soll bedeckt sein, denn "auch eine Glatze kann gebissen werden".
Keine Parfums. Auch Parfums sollen vermieden werden. Die mögen die Gelsen besonders gerne.
Tüllvorhänge. Um das Haus vor den lästigen Plagegeistern zu schützen, eignen sich laut Seidel Tüllvorhänge sehr gut.
Keine Gelsenstecker. Von Gelsensteckern rät er ab: Die giftigen Dosen können Allergien auslösen.
Licht nicht ausschalten. Das Licht beim Lüften eines Raumes auszuschalten, bezeichnete Seidel als "großen Fehler. Gelsen orientieren sich nicht am Licht, sondern am CO2, der Atemluft".
Speichel. Sollte man dennoch gestochen werden, "lindert Speichel oder auch Franzbranntwein den Juckreiz". Denn letztendlich gilt: "Wenn eine Mücke die Blutmahlzeit braucht, dann holt sie sich diese auch."