Zukunft bei BVB ungewiss

Nach Wutausbruch! Hohe Geldstrafe für Adeyemi

Karim Adeyemi muss nach seinem Wutausbruch vor der Winterpause eine hohe Geldstrafe zahlen. Seine Zukunft bei Borussia Dortmund ist ungewiss.
André Wilding
05.01.2026, 06:15
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Als Karim Adeyemi am Sonntagmorgen im Dauerregen von Marbella den Trainingsplatz betrat, hatte er den Rapport bei seinen Vorgesetzten schon hinter sich. Für seinen Wutausbruch im letzten Spiel vor der Winterpause muss der Fußball-Nationalspieler des Bundesligisten Borussia Dortmund nach einem Gespräch mit Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl eine hohe Geldstrafe bezahlen - die von Medien kolportierte Summe von 90.000 Euro trifft nach SID-Informationen allerdings nicht zu. Der BVB wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Unerlaubter Waffenbesitz

Ob die Summe nun 80.000 oder gar 100.000 Euro beträgt ist auch egal, viel wichtiger ist dem Tabellenzweiten der Lerneffekt. Denn Adeyemi hatte schon vor seinem Fehlverhalten im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (2:0) für negative Schlagzeilen aufgrund seines Ärgers mit der Justiz wegen unerlaubten Waffenbesitzes gesorgt. Der reuige Sünder war damals vom Verein zu Sozialstunden mit Kindern in der Nordstadtliga verdonnert worden.

Für Trainer Niko Kovac sind solche Themen immer wieder ein Ärgernis. Offensivspieler Adeyemi war gegen Gladbach mehrfach mit Gegenspieler Kevin Diks aneinandergeraten, später sogar mit Schiedsrichter Sven Jablonski. Kovac reagierte konsequent und nahm den Hitzkopf vom Platz. Nur Kehl verhinderte, dass Adeyemi frustriert direkt in der Kabine verschwand.

"Ich kenne Karim sehr gut"

"Ich kenne Karim sehr gut, Karim ist ja von Haus aus ein sehr, sehr guter Junge", sagte Kovac im Trainingslager in Spanien: "Ich weiß, dass er einen Fehler gemacht hat. Das wird er sicherlich auch dementsprechend wieder verändern."

Denn sportlich ist der BVB auf den 23-Jährigen angewiesen. Ein Adeyemi in Bestform kann den Unterschied ausmachen. In der Hinrunde gelang ihm das aber nur phasenweise. Sechs Tore und drei Vorlagen in 22 Pflichtspielen für die Schwarz-Gelben sind ausbaufähig.

Adeyemi soll nun alle Nebenschauplätze ausblenden. Laut Kovac habe er über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel genügend Zeit gehabt, um sein Verhalten zu reflektieren. Schließlich will sich der schnelle Flügelspieler mit guten Leistungen in den WM-Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann spielen.

Vertrag endet im Juni 2027

Und danach? Sein Vertrag beim BVB endet im Juni 2027. Entweder Adeyemi verlängert oder er müsste im Sommer abgegeben werden, wenn er im Jahr darauf nicht ablösefrei wechseln soll. Nach Bild-Informationen erwartet die Führungsetage des BVB mindestens 60 Millionen Euro.

Konkrete Anfragen liegen derzeit aber keine vor. Daher gilt der volle Fokus jetzt erst einmal der Vorbereitung für den Neustart am Freitag bei Eintracht Frankfurt. Dann soll auch Adeyemi wieder für positive Schlagzeilen sorgen.

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