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Nachbarin: Kirchen-Attentäter "führte Selbstgespräch...

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:24

Die Menschen in Saint-Étienne-du-Rouvray stehen nach der brutalen Hinrichtung eines Priesters durch zwei Attentäter noch unter Schock. Eine Nachbarin berichtet, dass Fußfessel-Terrorist Adel K. Selbstgespräche geführt habe. In den nächsten Tagen sind mehrere Gedenkveranstaltungen geplant.

"Ich gehe zur Messe und ich war seit diesem Tag nicht dort. Das wühlt mich auf, das ist grauenhaft", sagt eine 65-jährige Bewohnerin der Nachrichtenagentur "AFP". Auch eine aus Algerien stammende Mutter ist entsetzt: "Das ist eine Schande. So geköpft zu werden ist unglaublich, das hat man noch nicht gesehen. Diese Leute sind keine Muslime, die nicht eine Katze töten würden. Das sind Drogen, das ist eine Sekte. Am Tag verkaufen sie Drogen, am Abend töten sie."

Anrainer sprechen über . Sie haben ihn offenbar ganz unterschiedlich wahrgenommen. "Er war verrückt, er hat Selbstgespräche geführt, er sprach Unsinn", sagt eine Nachbarin. Eine junge Frau namens Emmelin (26) hingegen ist der Meinung, seine Familie sei wie auch er "gewöhnlich, normal" gewesen.

Der Zutritt zur Kirche ist noch mit Absperrbändern versperrt. Vom Alltag ist die Gemeinde noch weit entfernt, das Gedenken an die Opfer steht im Vordergrund. Am Donnerstag um 17 Uhr ist ein Gedenkmarsch geplant, am Freitag wollen Vertreter verschiedener Religionen auf Initiative der muslimischen Gemeinde eine Schweigeminute einlegen. Am Samstagabend findet eine Totenwache statt.

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