In einem Mehrparteienhaus gerieten ein 55-jähriger Österreicher und ein 30-jähriger Tunesier aneinander. Laut Polizei kam es dabei zu rassistischen Beleidigungen und gefährlichen Drohungen. Der Jüngere gab zudem an, dass seine Wohnungstüre mit Pfefferspray besprüht worden sei. Seine Ehefrau und der siebenjährige Sohn hätten Reizstoffe eingeatmet und kurzzeitig unter Atemproblemen gelitten – verletzt wurde laut Rettung aber niemand.
Als die Polizei den Sachverhalt klären wollte, eskalierte die Situation erneut: Der 55-Jährige öffnete plötzlich seine Tür – und sprühte den Beamten direkt Pfefferspray ins Gesicht. Danach verschanzte er sich wieder in seiner Wohnung.
Die betroffenen Polizisten mussten notfallmedizinisch versorgt und ins Spital gebracht werden – sie konnten ihren Dienst nicht fortsetzen.
Erst weitere Einsatzkräfte, darunter auch die WEGA und die Diensthundeeinheit, konnten den Mann schließlich dazu bringen, die Wohnung zu verlassen. Seine Erklärung: Er habe eigentlich seinen Nachbarn treffen wollen, den er vor der Tür vermutet habe.
Der 55-Jährige wurde wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung und weiterer Delikte angezeigt. Auch der 30-Jährige muss sich verantworten – gegen ihn wird wegen gefährlicher Drohung ermittelt. Gegen beide Männer wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.