Cannes-Sieger im Kino

Nachkriegsdrama mit Superstars: "Clash der Ideologien"

Thomas Mann kehrt in "Vaterland" (ab 3. September) zurück ins zerstörte Deutschland. "Heute" verlost 10x2 Karten für den bewegenden Film.
Heute Entertainment
04.09.2026, 06:00
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Mit "Ida" gewann Paweł Pawlikowski bereits einen Oscar, für "Cold War - Der Breitengrad der Liebe" holte er 2018 den Regiepreis in Cannes. Jetzt meldet sich der polnische Regisseur mit einem hochkarätig besetzten historischen Drama zurück.

In "Vaterland" (ab 3. September im Kino) nimmt er die Zuschauer mit ins Deutschland des Jahres 1949. Literaturnobelpreisträger Thomas Mann, gespielt von Hanns Zischler, kehrt nach 16 Jahren im Exil erstmals wieder in seine alte Heimat zurück. An seiner Seite ist Tochter Erika Mann, brillant dargestellt von Oscar-Star Sandra Hüller.

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"Clash der Ideologien"

Die Reise führt Vater und Tochter durch ein Land, das noch immer von den Folgen des Zweiten Weltkriegs gezeichnet ist. Von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone geht es bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Dort soll der Schriftsteller ebenso wie im Westen für den 200. Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe sprechen.

Schauspielstar und Wahl-Wiener Daniel Wagner verkörpert den sowjetischen Offizier Sergei Tjulpanow, der damals für die Kulturgestaltung in der noch jungen DDR zuständig war. "Er war Kommunist, bewunderte Thomas Mann aber als Bourgeois der alten Welt, weil er auch für eine tiefe Menschlichkeit stand", beschreibt er im "Heute"-Gespräch.

Die historische Figur zu spielen war für Wagner auch deshalb so spannend, weil er "eine Art edler Sowjet war. Stalin hat schnell bemerkt, dass er den Deutschen gegenüber zu positiv eingestellt war." Den "Clash der Ideologien", der im schwarzweißen Nachkriegsdrama feinfühlig gezeigt wird, kennt der 46-Jährige selbst. "Thomas Mann kehrt zurück nach Hause in eine Welt, die es nicht mehr gibt." Genau das erlebte der Schauspieler, der in Kasachstan geboren wurde und als Kind nach Deutschland auswanderte, am eigenen Leib. "Tjulpanow schafft diesen Spagat".

Zwischen Stalin und Mickey Maus

Während Thomas Mann im Film von Politikern, Militärs und Kulturschaffenden umworben wird, brechen auch innerhalb der Familie alte Konflikte wieder auf. Besonders Tochter Erika steht dabei im Zentrum. Die Schauspielerin und Autorin begleitet ihren Vater nicht nur, sondern fungiert auch als Übersetzerin und enge Vertraute.

Auch politisch wird die Reise zum Drahtseilakt. Warnungen vor möglichen Konsequenzen in seiner neuen Heimat USA halten den Schriftsteller nicht davon ab. Für ihn steht die deutsche Literatur über der politischen Teilung des Landes. In weiteren Rollen sind auch August Diehl, Devid Striesow, Anna Madeley und Joachim Meyerhoff zu sehen. Bei den Filmfestspielen von Cannes 2026 wurde Pawlikowski mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.

Das Gewinnspiel ist aktiv bis 11. September 2026, 08:00 Uhr. Die Gewinner*innen werden per E-Mail oder telefonisch verständigt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen.

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