Nadal: "Vergleiche mit Thiem sind nicht fair"

Rafael Nadal will keinen Druck auf Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem aufbauen.
Rafael Nadal will keinen Druck auf Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem aufbauen.Imago Images
Dominic Thiem kämpft weiter um den ersten Sieg nach seinem Comeback, unternimmt beim ATP-1000-Turnier von Rom den nächsten Anlauf. 

Marbella, Belgrad, Estoril und Madrid – vier Turniere hat Österreichs Tennis-Star in diesem Jahr nach überstandener Handgelenks-Verletzung und zehnmonatiger Pause bereits bestritten. Alle vier Begegnungen gingen verloren. Auch wenn die Entwicklung klar nach oben zeigt, ist Thiem noch lange nicht der Alte, streute noch zu sehr. Vor allem die Vorhand wackelte teils gewaltig. Unerzwungene Fehler und Traum-Schläge wechselten einander ab. 

"Schwer zu akzeptieren"

"Es ist schwer, weil bei jedem Schlag, der misslingt, kommt mir sofort in den Kopf: Wie hätte ich vor der Verletzung oder in meinen besten Zeiten gespielt? Da ist halt noch ein großer Unterschied, das ist schwer zu akzeptieren", sagte Thiem nach seiner Auftaktniederlage in Madrid gegen Andy Murray bei "Ö3".

Die Wahrheit über Thiems Handgelenk-Fluch

Gleichzeitig betonte Thiem, es gehe nun nur noch darum, wieder spielerisch auf Topniveau zu kommen. "Die Kopfsache ist eigentlich vorbei. Die Angst, dass irgendetwas im Handgelenk sein könnte, ist komplett weg. Ich spiele halt teilweise gute Punkte und der letzte Schlag verhungert im Netz oder ist drei Meter out. Das ist extrem frustrierend", erklärte der 28-Jährige weiter. 

Thiem musste die Sportart beinahe neu lernen. "Es ist ja nicht nur die Vorhand, es geht auch darum, wie ich die Punkte gestalte, wie ich mich bewege, wie ich auch die engen Situationen einschätze", erklärte der Niederösterreicher, der am kommenden Montag erstmals seit 2014 aus den Top-100 der Weltrangliste fallen wird. "Es ist klar, dass das irgendwann passiert. Es ist die logische Konsequenz, wie die Weltrangliste funktioniert", zeigte sich der Lichtenwörther allerdings dabei gelassen. 

Nadal findet Vergleiche mit Thiem "unfair"

In der kommenden Woche erfolgt nun der fünfte Anlauf auf den ersten Sieg nach dem Comeback, Thiem schlägt im "Foro Italico" von Rom auf. Davor erhielt der US-Open-Sieger 2020 noch Unterstützung von Rafael Nadal, der erst mit dem Gewinn der Australian Open seinen 21. Grand-Slam-Titel holte, damit Rekordhalter ist. Der Spanier war selbst immer wieder verletzt, wollte Vergleiche aber nicht gelten lassen. "Es ist nicht der Moment, Druck auf Dominic aufzubauen. Es ist auch nicht fair, uns zu vergleichen. Es ist normal, dass es ein Prozess ist. Und diesen Prozess durchläuft Dominic jetzt", erklärte der Spanier. 

Für den Sandplatz-König ist jedenfalls klar, dass Thiem wieder die Weltspitze erreichen wird. "Wenn nicht in Rom oder in Roland Garros, dann in Wimbledon oder danach. Es geht um Zeit", meinte der Mallorquiner. Keiner weiß das wohl so gut, wie Nadal selbst...

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