Skispringer Timi Zajc ist auch beim zweiten Springen der Vierschanzentournee disqualifiziert worden. Der Slowene wurde vor seinem ersten Sprung in Garmisch-Partenkirchen aus dem Verkehr gezogen, erneut war sein Anzug am Bein zu groß, diesmal um vier Millimeter. Beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf waren es noch drei Millimeter.
Zajc erhält nach seiner zweiten Verwarnung zudem eine Rote Karte und ist beim Wettkampf in Innsbruck am Sonntag gesperrt. In Oberstdorf war der Slowene zunächst auf Rang zwei gelandet, ehe kurz vor der Siegerehrung die Disqualifikation erfolgte.
Bereits nach dem Auftaktspringen hatte die FIS klare Worte gefunden. Die Disqualifikation von Zajc sei berechtigt gewesen und zugleich ein deutliches Signal an alle Athleten und Teams, dass streng kontrolliert werde, sagte FIS-Materialchef Andreas Bauer. Hintergrund seien auch die Lehren aus dem Anzug-Skandal rund um Norwegens Skisprung-Team bei der Nordischen Ski-WM 2025. Noch deutlicher fiel die Reaktion von Sven Hannawald aus. Der "ARD"-Experte erklärte, er wolle keine Sieger sehen, die betrügen. In Richtung Zajc meinte der frühere Tournee-Sieger wörtlich, er sage Auf Wiedersehen.