Ihr Ziel – Aufmerksamkeit zu erregen – haben die "Klima-Kleber" erreicht. Obwohl zuletzt nicht selten die Demonstranten und ihre Art des Protests im Mittelpunkt der Diskussion standen, lenkten die Umwelt-Aktivisten das Auge der Öffentlichkeit auf die drohende Klima-Katastrophe. Nach Ostern wollen die Mitglieder der Letzten Generation jetzt erneut in die Offensive gehen und mit ihren Straßenblockaden den Frühverkehr in Graz lahmlegen.
Ab dem Dienstag nach Ostern sollen wieder Blockaden, sei es mit Klebe-Aktionen oder wie zuletzt durch Bummel-Demonstrationen, in Graz stattfinden. Man werde den "frühmorgendlichen Verkehrswahnsinn in Graz" unterbrechen, um die Bundesregierung "endlich ins Handeln zu bringen", so die Gruppe. Sie fordern zudem die Grazer Stadtregierung auf, sich solidarisch zu den Forderungen der Klima-Kleber (also Tempo 100 auf Autobahnen und keine neuen Öl- und Gasbohrungen) zu stellen. Erst dann würden die die Umweltschützer ihre Aktionen einstellen.
Ähnliche Forderungen gab es in den letzten Wochen auch in Deutschland, was eine Diskussion über die Legitimität solcher "Erpressungsversuche", wie sie von Kritikern genannt wurden, nach sich zog. Während man in Hamburg, Berlin und Köln empört reagierte, ging Hannover darauf ein, Marburg und Tübingen folgten.
Als erste österreichische Stadt sagte Bregenz seine Unterstützung zu. In einem Schreiben an Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP), unterzeichnet von SPÖ-Bürgermeister Michael Ritsch und Vizebürgermeisterin Sandra Schoch (Grüne), unterstützt man die beiden Forderungen – laut Letzter Generation ein "historischer Moment".