Nächste Woche Inzidenz 400 – wird Wien abgeriegelt?

Droht der Bundeshauptstadt eine Abriegelung?
Droht der Bundeshauptstadt eine Abriegelung?ALEX HALADA / picturedesk.com
Wien nähert sich mit Riesenschritten der Inzidenz von 400. Droht nun eine Abriegelung der Bundeshauptstadt? Bürgermeister Ludwig klärt auf.

Nach wie vor ist keine Entspannung der Corona-Lage in Aussicht. Auch am Samstag wurden in Österreich binnen 24 Stunden 3.498 Neuinfektionen gemeldet - knapp ein Drittel der neu verzeichneten Fälle entfielen dabei auf Wien. Große Sorgen bereitet die Tatsache, dass innerhalb nur eines Tages die Hälfte der noch verfügbaren Intensivbetten belegt waren. Zudem nähert sich Wien mit Riesenschritten dem kritischen Inzidenzwert von 400.

Wie zu Beginn der Woche bekannt gegeben wurde, werde man in jenen Regionen, die eine 7-Tages-Inzidenz von über 400 aufweisen, strengere Maßnahmen ergreifen müssen. In Wien ist die Erreichung dieses Wertes für kommende Woche vorhergesagt. Wie geht es in dem Fall für die Bundeshauptstadt weiter? Bereits am Mittwoch verkündete Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SP) mit den Landeshauptleuten Mikl-Leitner (NÖ) und Doskozil (Bgld.) einen Oster-Lockdown ab Gründonnerstag (1.4.). Für die Hauptstadt schließt Ludwig aber auch jetzt schon weitreichendere Maßnahmen nicht aus. 

Was könnte kommen? "Heute" hat mit dem Bürgermeister gesprochen. (Das ganze Interview hier >>)

Verschärfungen für Wien

"Wenn es erforderlich sein sollte, sind wir jederzeit bereit, weitere Verschärfungen umzusetzen. Das ist richtig", bekräftigte Ludwig im "Heute"-Interview. Auf weiteres Nachfragen schilderte er, dass zu jenen Maßnahmen unter anderem folgende Schritte gehören.

➤ Verlängerung der vorgesehenen Bestimmungen

➤ Ergreifung zusätzlicher Maßnahmen

Um welche Maßnahmen es sich dabei konkret handelt, hat Ludwig nicht genauer definiert. "Es muss uns bewusst sein, dass die Gesundheit der Menschen im Vordergrund zu stehen hat. Die Auslastung der Spitalsbetten, ganz besonders auf den Intensivstationen, ist das wichtigste Kriterium", erläutert der Wiener Bürgermeister. 

Laut Ludwig gebe es aber "noch einiges, was an Verschärfungen möglich ist". Der Schutz der Bevölkerung befinde sich schließlich an erster Stelle. 

Wird Wien abgeriegelt?

Laut Empfehlungen der Corona-Kommission sollte es für betroffene Regionen schärfste Maßnahmen samt Ausreisetests geben. Eine Abriegelung Wiens kommt laut dem Bürgermeister aber nicht in Frage. Eine Abrieglung sei "unvorstellbar".

Hierfür führte Ludwig mehrere Gründe an. "Das wäre einerseits von der Organisation her nicht schaffbar. Auf der anderen Seite sind wir auch so eng mit unserem Umland verbunden – es pendeln jeden Tag 300.000 Menschen nach Wien ein, um hier zu arbeiten, zu studieren oder ihre Freizeit zu verbringen. Es sind daher nur gemeinsame Maßnahmen in der Ost-Region zielführend."

Osterruhe

Fürs Erste soll die zu Beginn der Woche beschlossene "Osterruhe" aber zu einer Besserung der Lage beitragen. (Alle Regeln im Überblick hier >>) Zum einen wird das Leben in der Ostregion zwischen dem 1. und 6. April weitgehend heruntergefahren. Handel - bis auf lebensnotwendige Geschäfte - und körpernahe Dienstleister schließen. Nach Ostern, ab dem 7.4., soll der Handel dann nur mit Eintrittstest wieder aufmachen. Zudem gelten strenge Ausgangsbeschränkungen von 0-24 Uhr - so wie vor Weihnachten Als weitere Maßnahme soll während dieser Zeit der Kontakt zu anderen Menschen auf eine enge Bezugsperson beschränkt werden. 

Darüber hinaus soll eine verschärfte Maskenpflicht in Innenräumen sowie im Freien zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus beitragen. Auch verstärkte Betriebs- und Pendlertestungen stehen bevor. 

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