Auf Kärntens Bahnstrecken kommt es derzeit immer wieder zu Zwischenfällen. Am Montagnachmittag musste laut dem Nachrichtenportal "5min" ein Railjet auf dem Weg von Wien nach Villach seine Fahrt in St. Paul im Lavanttal wegen eines technischen Defekts beenden.
Wie die ÖBB am Abend bestätigten, kam der Zug direkt im Bahnhof zum Stillstand. Die Fahrgäste konnten den Railjet verlassen und auf nachfolgende Verbindungen umsteigen. Wartezeiten ließen sich dabei allerdings nicht vermeiden. Wie viele Reisende von dem Defekt betroffen waren, konnten die ÖBB nicht angeben.
Bereits zwei Tage zuvor hatte eine Oberleitungsstörung den Bahnverkehr in Kärnten massiv beeinträchtigt. Zwischen Klagenfurt und Krumpendorf saßen rund 120 Fahrgäste eines Railjets von Klagenfurt nach Villach etwa zwei Stunden lang fest, ehe ein Hilfszug sie zurück zum Klagenfurter Hauptbahnhof brachte.
Währenddessen wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, Fernverkehrszüge mussten über die Strecke entlang des Ossiacher Sees umgeleitet werden. Seit Sonntagmittag ist der betroffene Abschnitt wieder zweigleisig befahrbar.
Schon in der Woche davor war es auf der Koralmbahn zwischen Klagenfurt und Graz zu einer folgenschweren Unterbrechung gekommen. Damals hatten Trainsurfer den Zugverkehr erheblich gestört, nachdem sie auf einen ICE geklettert waren. Die mutmaßlichen Täter konnten inzwischen ausgeforscht werden.
Nach Oberleitungsstörung, Trainsurfern und nun einem technischen Defekt mussten Bahnreisende in Kärnten innerhalb weniger Tage bereits den dritten größeren Zwischenfall hinnehmen.