Die Münchner lieferten im ersten Spiel nach dem zehnten Titelgewinn in Serie eine vor allem im ersten Durchgang unterirdische Leistung ab. Coach Julian Nagelsmann hatte gegen die Mainzer rotiert, mit Keeper Sven Ulreich, Niklas Süle, Eric Maxim Choupo-Moting und eben Sabitzer Reservisten die Chance geben. Der ÖFB-Legionär konnte die aber nicht nützen.
Sabitzer kam auf der Position des erkrankten Spielmachers Thomas Müller zum Einsatz. Akzente konnte der 28-Jährige aber nie setzen, blieb in der ersten Halbzeit völlig blass, wirkte beinahe wie ein Fremdkörper. Aus seinen 28 Ballkontakten machte Sabitzer selten etwas Gefährliches, er brachte nur 16 seiner 22 Pässe an den Mann. Deshalb holte Nagelsmann den ehemaligen Leipzig-Kapitän auch nach 45 Minuten vom Feld, brachte Jungstar Jamal Musiala.
Eine Bewerbung für einen Verbleib bei den Bayern war die Leistung jedenfalls nicht. Schon seit Wochen gilt Sabitzer als Sommer-Abgangskandidat, trotz eines noch bis 2025 laufenden Vertrags. Der ÖFB-Star brachte es in der laufenden Saison auf 31 oftmals kurze Einsätze und einen Treffer.
Coach Nagelsmann wollte nach der fünften Saisonniederlage nicht einzelne Spielern kritisieren, zeigte sich derweil mit der Mannschaftsleistung unzufrieden. "Es sind zu viele Niederlagen, zu viele derselben Art und Weise. Ich finde, dass wir eine gewisse Grundleidenschaft brauchen", so der 34-Jährige. Dass die Bayern-Stars nicht an ihre Leistungsgrenzen gingen, bezeichnete der Bayern-Coach als "menschlich nach dem zehnten Titel in Folge. Aber trotzdem tragen wir noch das Logo auf der Brust."