Nahost-Konflikt spitzt sich zu - Bodenoffensive?

Die Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern hält trotz einer vorübergehend vereinbarten Waffenruhe an. Radikale Palästinenser feuerten am Freitag zahlreiche Raketen auf den Süden Israels ab, wie die israelische Armee mitteilte. Die israelische Luftwaffe antwortete mit einem Angriff auf das Haus eines Hamas-Kommandanten, wie aus Kreisen der radikalen Palästinensergruppe verlautete. Auch Jerusalem war am Freitag Ziel eines Raketenangriffs.
 Die Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern hält trotz einer an sich vereinbarten Waffenruhe an. Radikale Palästinenser feuerten am Freitag zahlreiche Raketen auf den Süden Israels ab. Die israelische Luftwaffe antwortete mit einem Angriff auf das Haus eines Hamas-Kommandanten. Auch Jerusalem und Tel Aviv waren am Freitag Ziel eines Raketenangriffs. Die israelische Armee sperrte alle Zufahrtsstraßen zum Gaza-Streifen.

Erstmals seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen ist am Freitag worden. In Medienberichten war die Rede von drei Explosionen in der Stadt. Der bewaffnete Arm der im Gazastreifen herrschenden radikalen Palästinenserorganisation Hamas erklärte, es sei ein Ziel in Jerusalem beschossen worden. Auch das israelische Militär bestätigte kurz darauf den Angriff.

Rakete vor Tel Aviv im Meer gelandet

Die radikal-islamische Hamas hat ach eigenen Angaben außerdem eine Rakete auf Tel Aviv abgefeuert. Die Rakete ist im Meer vor der Küste der Hafenstadt gelandet. Zuvor hatte ein Augenzeuge von einer Explosion berichtet, nachdem in der israelischen Großstadt Luftalarm ausgelöst worden war.

Ägyptischer Premier im Gazastreifen

"Die Hamas respektiert nicht den Besuch des ägyptischen Ministerpräsidenten im Gazastreifen und verletzt die vorübergehende Feuerpause, in die Israel vor dem Besuch eingewilligt hat", erklärte ein Sprecher des israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Israelische Armee informierte außerdem auf ihrem Twitter-Channel über die Anzahl der Raketen, die aus dem Gaza-Streifen auf Israel geschossen werden.

Inmitten der eskalierenden Gewalt war der ägyptische Ministerpräsident Hisham Kandil zuvor im Gazastreifen eingetroffen, um die Chancen für einen dauerhaften Waffenstillstand auszuloten. Während des etwa dreistündigen Aufenthalts der ägyptischen Delegation wollte die israelische Armee ihre Angriffe auf den Gazastreifen aussetzen unter der Bedingung, dass auch die Hamas ihren Raketenbeschuss auf Israel stoppt.

Bereitet Israel Bodenoffensive vor?

Offenbar in Vorbereitung einer Bodenoffensive hat Israel am Freitagabend alle großen Verkehrsadern um den Gazastreifen abgesperrt. Die Straßen befänden sich jetzt in einem "geschlossenen Militärgebiet" und seien für den Zivilverkehr gesperrt, sagte ein Armeesprecher. Entlang dem Gazastreifen wurden bedeutende Truppenkontingente und schweres Militärmaterial zusammengezogen.

Weitere Tote im Gazastreifen

Bei israelischen Angriffen sind weitere Palästinenser getötet worden. Eine Frau und drei Brüder seien bei Beit Lahia durch einen Raketeneinschlag verletzt worden und später gestorben, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Darunter befand sich der Militärchef für den mittleren Abschnitt des Gazastreifens, Ahmed Abu Jalal.

Ein Mitglied der Hamas sei bei einem Angriff im Norden der Enklave getötet worden. Bei einem gezielten Angriff der israelischen Luftwaffe auf ein Auto in Gaza-Stadt wurden ein Mann getötet und zwei weitere schwer verletzt. Die Zahl der seit dem Beginn der israelischen Offensive getöteten Palästinenser erhöhte sich damit auf 31, darunter 12 Zivilisten. In Israel starben 3 Zivilisten durch eine Rakete aus dem Gazastreifen, 20 wurden verletzt.

Fußballspiele abgesagt

Aufgrund der neuen Gewaltwelle in Nahost hat der israelische Fußball-Verband (IFA) zwei für Samstag angesetzt gewesene Spiele der höchsten Liga abgesagt. Die Partien Hapoel Beersheba - Hapoel Ramat Gan und Ashdod SC - Hapoel Acre werden nicht ausgetragen, die restlichen Matches werden wie geplant durchgeführt, weil sich die Spielorte außerhalb der Reichweite von palästinensischen Raketen befinden.
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