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Nahrungsergänzungen sind oft sogar schädlich

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:05

Von Aloe Vera bis zur Gojibeere - die Nahrungsergänzungsmittelindustrie entdeckt immer mehr exotische Früchte und Pflanzen für ihre Zwecke. Geworben wird dabei häufig mit einer bestimmten gesundheitsfördernden Wirkung dieser sogenannten "natürlichen Bestandteile. Doch nicht nur fehlen dafür oft wissenschaftliche Belege, in vielen Fällen sind auch mögliche Nebenwirkungen nicht vollständig erfasst. Von den Kosten ganz zu schweigen.

Von Aloe Vera bis zur Gojibeere – die Nahrungsergänzungsmittelindustrie entdeckt immer mehr exotische Früchte und Pflanzen für ihre Zwecke. Geworben wird dabei häufig mit einer bestimmten gesundheitsfördernden Wirkung dieser sogenannten "natürlichen“ Bestandteile. Doch nicht nur fehlen dafür oft wissenschaftliche Belege, in vielen Fällen sind auch mögliche Nebenwirkungen nicht vollständig erfasst. Von den Kosten ganz zu schweigen.

Die Nahrungsergänzungsmittel-Industrie boomt. Immer neue "Wunder"-Mittel kommen auf den Markt, die ein langes, gesundes Leben versprechen. Deshalb hat Konsument nun einmal getestet, was es tatsächlich damit auf sich hat.

Doch die zeigt auf, dass eine unkontrollierte Zufuhr mancher pflanzlicher Wirkstoffe mit erheblichen Risiken verbunden sein.

Kudzu-Wurzel als Sportlernahrung

Die Kudzu-Wurzel findet in der traditionellen chinesischen Medizin Verwendung und wird in Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) und Sportlernahrung verarbeitet. Die Pflanze soll unter anderem bei der Nikotinentwöhnung helfen. Zu ihren wesentlichen Wirkstoffen zählen sogenannte Isoflavone, die auch Krebserkrankungen wie Brust- und Prostatakrebs vorbeugen sollen.

Da die Wirksamkeit bisher jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen werden konnte, sind Isoflavon-Präparate derzeit in Österreich nicht als Arzneimittel, sondern ausschließlich als NEM auf dem Markt. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung schließt nicht aus, dass Isoflavon-Präparate Krebs verursachen können.

Fatburner: Ephedra-Kraut

Ephedra-Kraut in Verbindung mit Koffein wird im Internet oft als Schlankheitsmittel beworben. In der Bodybuilderszene gilt es als sogenannter "Fatburner“, der die Fettverbrennung anregt. Darüber hinaus wird die Pflanze auch als Aufputschmittel bzw. pflanzlicher Ecstasy-Ersatz angeboten.

Die unkontrollierte Einnahme kann zu Herzrhythmusstörungen, erhöhtem Blutdruck und bei hoher Dosierung zu Krampfanfällen und psychischen Veränderungen führen. Die Europäische Kommission beurteilt Nahrungsergänzungsmittel oder andere Lebensmittel, die Meerträubel enthalten, daher als nicht verkehrsfähig.

Fazit: Werbeaussagen sollten kritisch hinterfragt werden, anstatt ohne Widerworte geglaubt. Denn: Wer sich ausgewogen ernährt, ist in der Regel nicht auf die zusätzliche Einnahme von NEM angewiesen. Den Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen kann man problemlos – und auch wesentlich günstiger – aus heimischen Früchten abdecken.

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