Wintereinbruch in New York

"Naked Cowboy" trotzt auch halbem Meter Neuschnee

Ein gewaltiger Blizzard traf mit rekordverdächtigen Schneemengen auf die Ostküste der USA. Das hält Robert John Burck aber nicht vom Gitarrespielen ab
Newsdesk Heute
24.02.2026, 13:46
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In New York City hat ein Wintersturm so viel Schnee gebracht wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Im Central Park wurden am Montag 50 Zentimeter Neuschnee gemessen.

Trotz der extremen Bedingungen bleibt der "Naked Cowboy" seiner täglichen Routine treu. Robert John Burck, bekannt als der halbnackte Straßenkünstler mit Cowboy-Hut, Stiefeln und Gitarre, gehört fest zum Bild des Times Square.

Zu amNewYork sagt er: "Ich komme jeden Tag, weil es das ist, was ich tue. Umso schlimmer es ist, umso besser ist es." Ein besorgter Tourist fragt ihn: "Wie hältst du das nur aus? Es ist so kalt." Burck erklärt, dass er sein Auto in einer nahegelegenen Garage parke, sich dort eine dicke Jacke anziehe und sich mit Sprüngen, leichtem Jogging und Hanteln aufwärme. "So wird mir wieder warm."

Nach einem kurzen Blick in den Spiegel kehrt er zurück in den Schnee und stapft erneut über den Times Square.

Auch im Central Park nutzten viele Menschen das Winterwetter für Ausflüge. Familien und Kinder versammelten sich zum Spielen im Schnee.

"Wir hatten schon öfters Schneestürme", sagt Schauspieler Steve Guttenberg ("Ghostbusters") auf Instagram. "Aber es ist wahrscheinlich der meiste seit mindestens einem Jahrzehnt. Alle lieben es."

Der Sturm traf weite Teile der US-Ostküste mit voller Wucht. In Providence im Bundesstaat Rhode Island wurden bis Montagmittag 83,3 Zentimeter Schnee gemessen – ein Rekordwert seit Beginn der Aufzeichnungen, und es schneite weiter, wie der nationale Wetterdienst in Boston mitteilte. Auch in New Jersey wurden vielerorts mehr als 60 Zentimeter registriert.

Meteorologen stuften das Wetterereignis als sogenannten Bombenzyklon ein. Es sei wie ein "Hurrikan mit Schnee", sagte der Meteorologe Ryan Maue.

Der starke Schneefall ging mit heftigen Winden einher, die etwa in Scituate (Massachusetts) für zusätzliche Belastungen sorgten. Bilder zeigen seltene Ansichten von Wahrzeichen wie der verschneiten Brooklyn Bridge. Der Flugverkehr war ebenfalls massiv eingeschränkt: Mehr als 5.600 Flüge von und in die USA wurden am Montag gestrichen, wie die Flugverfolgungswebsite FlightAware meldete – betroffen waren auch Verbindungen der Austrian Airlines. Der Wetterdienst erklärte, Reisen seien am Montag "nahezu unmöglich".

Auch im Alltag sorgte der Sturm für Einschränkungen. New York und Boston sagten den Schulunterricht für Montag ab, Philadelphia stellte auf Online-Unterricht um. Bürgermeister Zohran Mamdani rief die Kinder der Stadt mit einem Augenzwinkern auf: "Macht es euch gemütlich." Die Pause währte jedoch nur kurz – für Dienstag kündigte er die Wiedereröffnung der öffentlichen Schulen an. Zudem versprach er: Jedes Kind, das ihn sehe, dürfe ihn mit Schneebällen bewerfen.

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