Die NASA hat einen außergewöhnlich großen, erst kürzlich entstandenen Krater auf der Mondoberfläche ausfindig gemacht.
Die Entdeckung gilt als besonders, da es sich laut NASA um den größten neu entdeckten Krater im Sonnensystem handelt.
Der Krater mit der Bezeichnung McGetchin entstand zwischen dem 11. April und dem 22. Mai 2024, als ein Asteroid oder Komet von der Größe eines drei- bis sechsstöckigen Gebäudes am östlichen Mondrand einschlug.
Wie t-online berichtet, misst der Krater 222 Meter im Durchmesser und ist etwa 43 Meter tief.
Solche großen Einschläge sind laut NASA äußerst selten und ereignen sich Experten zufolge nur etwa einmal in hundert Jahren. Die Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) umkreist den Mond bereits seit über 17 Jahren und hat in dieser Zeit mehr als 1.000 neue, aber deutlich kleinere Krater entdeckt.
Untersuchungen mit einem Temperatursensor ergaben, dass das Gebiet rund um den McGetchin-Krater nachts etwa neun Grad kühler ist als die Umgebung. Ursache dafür ist das aufgelockerte Material, das nach dem Einschlag weniger Wärme speichert.
Diese ausgedehnte Kälteschicht könnte laut NASA auch Auswirkungen auf künftige Mondmissionen haben, zum Beispiel auf die Beweglichkeit von Fahrzeugen.
Die Raumsonde LRO kartiert seit 2009 die Mondoberfläche mit hoher Auflösung. Sie hilft den Forschern, die Geschichte des Mondes zu erforschen und geeignete Landeplätze für künftige Missionen zu identifizieren.
Für 2028 plant die NASA erstmals seit mehr als 50 Jahren eine neue Mondlandung. Zuletzt betraten US-Astronauten im Jahr 1972 mit Apollo 17 die Mondoberfläche. Auch China verfolgt mit einer geplanten Landung im Jahr 2030 ehrgeizige Ziele.