Die US-Raumfahrtbehörde NASA muss den Start der bemannten Mondmission Artemis-2 erneut verschieben. Nach einem Problem bei der zweiten Generalprobe für die Betankung der Mondrakete wird der Start nicht mehr im März stattfinden.
Wie heise.de berichtet, könnte ein Startversuch im April möglich sein, sofern die Rakete rasch zurück ins Vehicle Assembly Building gebracht und die Ursache des Problems gefunden wird. Die NASA hat im Laufe der Woche bei einer Pressekonferenz weitere Einzelheiten angekündigt.
NASA-Chef Jared Isaacman räumte ein, dass die Verzögerung enttäuschend sei. Auf der Plattform X erinnerte er jedoch daran, dass auch das Apollo-Programm von zahlreichen Rückschlägen geprägt war. Trotzdem habe die US-Raumfahrtbehörde damals erreicht, "was für unmöglich gehalten wurde".
Mit Artemis-2 will die NASA erstmals seit über 50 Jahren wieder Menschen zum Mond schicken. Die Besatzung besteht aus den NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie dem Kanadier Jeremy Hansen. Auf ihrem zehntägigen Flug sollen sie zunächst die Erde umrunden und dann in Richtung Mond beschleunigen.
Ursprünglich war der Start für den 6. Februar geplant gewesen. Auf der Nachfolgemission Artemis-3 sollen dann Menschen die Mondoberfläche erreichen – das ist derzeit für 2028 geplant. Bei der ersten Mission des Artemis-Programms war im Herbst 2022 eine unbemannte Kapsel um den Mond geflogen.