Naschmarkt-Lokal: "Sonntagsöffnung hervorragende Sache"

Die Stadt plant die Liberalisierung der Gastro-Öffnungszeiten auf Wiens Märkten. Für "Rinderwahn"-Chef Huth eine tolle Sache: "Wir würden öffnen".

Seit November ist die Gastronomie geschlossen - ein Hoffnungsschimmer kam vor rund zwei Wochen in Form der Ankündigung der Bundesregierung, zumindest Schanigärten noch vor Ostern wieder aufsperren zu lassen. Derzeit sucht die Stadt Wien nach einem Konzept, wie freie Flächen im öffentlichen Raum zu temporären Gastro-Zonen werden können, wir haben berichtet. 

Doch der Plan wackelt: Aufgrund der steigenden Corona-Infektionen ist es fraglich, ob die geplante teilweise Öffnung der Gastro tatsächlich wie geplant ab 27. März stattfinden kann. Auch die Stadt will zuerst das Ergebnis der nächsten Sitzung zwischen Bundesregierung und Ländervertretern abwarten. Genaueres zu den temporären Gastro-Zonen auf Plätzen und in Parks wird es frühestens kommende Woche geben, erklärt ein Sprecher von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ). Die Verhandlungen, wer, wo und unter welchen Bedingungen temporäre Schanigärten eröffnen kann, laufen aber dennoch planmäßig weiter. 

Gebastelt wird hinter den Kulissen auch an einer Liberalisierung der Öffnungszeiten für Lokale auf Wiens Märkten. Vergangene Woche hatte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) in einem Interview angekündigt, dass Lokale auf den Wiener Märkten künftig auch an Sonn- und Feiertagen (zwischen 10 und 18 Uhr) öffnen sollen dürfen.

Bezirkschef wünscht sich Öffnung vor Ostern

Alleine am Naschmarkt (Mariahilf) gibt es derzeit 38 Lokale, die davon profitieren könnten. Am Montag erreichte "Heute" den Chef des Burger-Restaurants "Rinderwahn" in seinem Lokal nahe der Secession. Er begrüßt die Idee: "Wir wären begeistert, wenn wir am Sonntag öffnen dürften. Sonntag ist gerade in Zeiten der Pandemie, wenn alle daheim sind, ein sehr starker Tag für Abholung und Bestellung", so Huth. Eine Öffnung an Sonn- und Feiertagen wäre "für die Gastronomie eine hervorragende Sache und in der jetzigen Situation eine Möglichkeit, irgendwie zu überleben".

Unterstützung für die Liberalisierung kommt von Mariahilfs Bezirkschef Markus Rumelhart (SPÖ). Am liebsten wäre es ihm, wenn die Lokale schon vor Ostern öffnen könnten. Die Liberalisierung auf den Märkten würde während der Corona-Krise der Wirtschaft und dem Naschmarkt helfen, betont er. "Die Menschen würden sicherlich das Angebot gerne zum Frühstücken, Brunchen oder nach einem Stadtspaziergang annehmen", ist Rumelhart überzeugt.

Den Gastronomen werde freigestellt, ob sie ihre Lokal aufsperren. "Die Stadt und der Bezirk wollen ihnen schlicht das ermöglichen", so Rumelhart, der einräumt, dass dafür eine Änderung der Marktordnung notwendig sei. An dieser würde bereits gearbeitet. Und natürlich muss die Bundesregierung den Besuch der Lokale und deren Schanigärten erlauben.

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