Naschmarkt: Über 12.000 Unterschriften gegen Markthalle

Die Wiener Grünen wollen die geplante Markthalle verhindern und stattdessen einen neuen Park schaffen. Die Idee wird bereits von über 12.000 Wienern unterstützt.
Die Wiener Grünen wollen die geplante Markthalle verhindern und stattdessen einen neuen Park schaffen. Die Idee wird bereits von über 12.000 Wienern unterstützt.Kathi Puxbaum
Seit rund einer Woche läuft die Online-Petition der Grünen gegen die geplante Markthalle. Über 12.000 Wiener haben diese bereits unterschrieben.

Im Herbst soll der Gestaltungswettbewerb zur geplanten offenen Markthalle am Parkplatz beim Naschmarkt (Mariahilf) starten. Zuvor dürfen aber die Anrainer mitreden: Vor rund einer Woche startete die Stadt einen Beteiligungsprozess. 10.000 Haushalte rund um den Naschmarktparkplatz wurden angeschrieben und gebeten, ihre Meinung zum neuen Marktgebiet zu äußern. Darüber hinaus können auch alle anderen Wiener auf der Plattform markthalle.wienwirdwow.at ihre Ideen einbringen. Der Prozess läuft bis Juni 2021, ein Zwischenergebnis liegt bisher nicht vor.

Anders sieht es bei der Online-Petition gegen die Markthalle aus, die von den Wiener Grünen gestartet wurde. Wie berichtet, sind diese entschieden gegen die Verbauung des Parkplatzes und wünschen sich hier stattdessen einen neuen Park. Die Idee dürfte auch bei den Anrainern Anklang finden. Wie der Grüne nicht-amtsführende Stadtrat Peter Kraus heute bekannt gab, haben bereits über 12.000 Wienerinnen und Wiener seit Start der Petition "Park statt Halle" vor einer Woche gegen die Markthalle am Naschmarkt-Parkplatz unterschrieben. 

Kraus fordert nun von der Stadt und der SPÖ-Bezirksvorstehung die Wünsche der 12.000 Anrainer ernst zu nehmen: "In Zeiten der Klimakrise brauchen wir einen kühlenden Park statt einer Halle, die die Umgebung weiter aufheizt, eine Existenzbedrohung für den Naschmarkt darstellt und den Flohmarkt sehr erschwert. Die geplante Überdachung von einem Drittel des Platzes kann niemals die gesamte Fläche abkühlen - zumal sich in Hitzesommern der darunter liegende Asphalt und das Dach selbst enorm aufheizen. Eine vollständige Entsiegelung des heutigen Parkplatzes, kleinteilige Beschattungselemente und so viele Bäume wie möglich sind daher die einzige Möglichkeit, hier nachhaltige Maßnahmen gegen die Klimakrise zu setzen", so Kraus.

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