Kein Geld! Heeresschau am Heldenplatz abgesagt

Die traditionelle Leistungsschau des Bundesheeres zum Nationalfeiertag ist gestrichen. Verteidigungsminister Starlinger begründet das mit "budgetären Engpässen".
Traurige Nachricht für alle Fans den Österreichischen Bundesheeres. Die traditionelle Leistungsschau zum Nationalfeiertag am 26. Oktober, soll dieses Jahr gestrichen werden. Für heuer stehen am Wiener Heldenplatz nur noch die Angelobung der Rekruten und die Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten auf dem Programm. Das berichten "Kleine Zeitung" und ORF am späten Dienstagabend.

Interims-Verteidigungsminister Thomas Starlinger begründet diesen drastischen Schritt mit "budgetären Engpässen". "Die Kosten für das Personal und den Betrieb übersteigen das vorhandene Budget. Wir müssen daher alles, was nicht unmittelbar der Ausbildung der Soldaten und somit der Sicherheit der Bevölkerung dient, einsparen. Dazu zählt leider auch die Leistungsschau am 26. Oktober", wird Starlinger von der "Kleinen Zeitung" zitiert.

Sparkurs verordnet

Die Maßnahmen hatten sich bereits im Tagesbefehl Starlingers zu seinem Amtsantritt abgezeichnet: Das Bundesheer sei weit davon entfernt, seine in der Bundesverfassung festgelegten Aufgaben noch erfüllen zu können. Dieser Zustand wird sich angesichts der derzeitigen budgetären Entwicklungen in den nächsten Jahren noch dramatisch verschlechtern, erklärte Starlinger am 18. Juni.

CommentCreated with Sketch.79 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. So werde es dem Bundesheer "in den nächsten Jahren nicht mehr möglich sein" – aufgrund der wegbrechenden Mobilität, beispielsweise bei Fahrzeugen, die schon um die 40 Jahre alt sind – in großem Rahmen bei Katastrophen wie Hochwasser oder bedrohlichen Schneelagen zu Hilfe zu eilen.

"Notwendige Erstmaßnahmen"

Und: Derzeit sei das Bundesheer noch in der Lage, Bürger, die sich berufs- oder urlaubsbedingt im Ausland aufhalten, in Krisensituationen mit militärischen Mitteln zurück nach Hause zu bringen. Bald werde auch dies nicht mehr möglich sein.

Da es auch an Geld für die Ausbildung der Soldaten fehle , sei auch deren Leben in einem immer höher werdenden Ausmaß gefährdet.

"Daher habe ich mich in meiner Tätigkeit als Bundesminister als ersten Schritt über die laufenden Projekte im Sinne ihrer Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit informieren lassen und dabei notwendige Erstmaßnahmen veranlasst" , so der Verteidigungsminister. Ein dieser notwendigen Erstmaßnahmen dürfte nun die Streichung der Leistungsschau am Heldenplatz sein. (rcp)

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